Krems , Langenlois

Erstellt am 21. März 2017, 05:02

von Karl Pröglhöf

Lokale Kultur liegt brach. Karl Pröglhöf vergleicht kulturelle Initiativen in Krems und Langenlois.

Krems betitelt sich gerne als Kultur- und Bildungshauptstadt des Landes. Das hat sicher seine Berechtigung. Wenn man ehrlich ist, so trägt die Stadt selbst dazu nicht viel bei.

Es sind nämlich vorwiegend Initiativen des Landes. Die Kunstmeile mit ihren zahlreichen Einrichtungen und der im Bau befindlichen Landesgalerie einerseits, die finanzielle Unterstützung der universitären Einrichtungen andererseits.

Das lokale Kulturgeschehen liegt hingegen brach. Es gibt einige private Initiativen wie die Köchel-Gesellschaft oder Kultur Mitte. Seitens der Stadt beschränkt man sich auf den Betrieb des Museums und einige Ausstellungen.

Ein Blick nach Langenlois zeigt, dass viel mehr möglich ist. Man hat dort mit Robert Stadler einen Kulturmanager installiert, der erfolgreich agiert und die privaten Initiativen koordiniert: Neben den Schlossfestspielen stehen Loisiarte, Kultur in den Höfen, Langen- loiser Herbst oder auch der Kindermusicalsommer in Schiltern auf dem Programm. Da hat die Kamptalstadt der Wachaumetropole den Rang abgelaufen.