Krems

Erstellt am 04. April 2017, 09:09

von Thomas Werth

Nach Wahl droht Vergessenheit. Thomas Werth über das Fischen von Wählerstimmen in Krems.

Setzt man sich für die Sicherheit von Kindern ein, kann das nur Wählerstimmen bringen. Das haben sich anscheinend alle Fraktionen ins Gedächtnis gerufen und bei der Gemeinderatssitzung Lösungsansätze für die Verkehrssituation auf der Rehberger Hauptstraße vor dem Kindergarten und der Volksschule beschlossen.

Dabei haben auffallend viele Mandatare betont, wie wichtig Maßnahmen dort seien. Dass diese schon seit Monaten von besorgten Eltern gefordert wurden, spielt offensichtlich nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger, so scheint es, ist es, dem politischen Mitbewerber das Feld nicht alleine zu überlassen.

So wurde auch am Steindl gemeinsam von der Opposition versucht, nach Stimmen bei jener Interessensvereinigung zu fischen, die sich über einen nicht umgesetzten Gemeinderatsbeschluss aus 2007 ärgert. Nach zehn Jahren wurde es gerade jetzt wieder zum Thema.

Für die Betroffenen bleibt nur zu hoffen, dass noch alles vor der Wahl umgesetzt wird – danach könnten die Themen nämlich schnell wieder in Vergessenheit geraten.