Erstellt am 17. August 2016, 05:52

von Nikolaus Frings

Zerreißprobe für die Gföhler. Nikolaus Frings über eine richtungsweisende Saison für Gebietsligist Gföhl.

Eine alte Fußballerweisheit besagt, dass das Jahr nach einem Aufstieg immer das schwerste ist. In Gföhl schenkt man aber bei der Kaderplanung für die aktuelle Saison, trotz des Wissens um die schwere Ausgangslage, den eigenen, teilweise blutjungen Spielern weiterhin das Vertrauen. Lediglich ein Legionär wurde „ausgetauscht“.

Das ist den Funktionären rund um Trainer Sascha Kiss hoch anzurechnen und als Zeichen von Kontinuität zu werten. Und dennoch bekamen die Gföhler bereits am Tag eins nach dem Ende der Transferperiode die Rechnung für ihre mutig angelegte Kaderplanung präsentiert: Stammkeeper Bernhard Schenk verletzte sich folgenschwer, auch sein eigentlicher Ersatz, David Dirnberger, fiel nur wenige Tage später aus.

Mittlerweile trugen sich sogar noch Leistungsträger wie Christian Hauer oder Michael Dietl in die Verletzenliste ein. „Uns ist bewusst, dass eine sehr schwere Spielzeit auf uns wartet und es gut sein kann, dass wir von Beginn an gegen den Abstieg spielen werden“, kommentierte Kiss die aktuelle Situation.

Den Gföhlern droht eine Woche vor dem Meisterschaftsbeginn gegen die Titelfavoriten aus Horn also nicht nur ein Start ins Ungewisse, sondern auf längere Sicht auch eine Saison, die zur Zerreißprobe für den gesamten Verein zu werden droht.