Erstellt am 21. September 2015, 08:19

von Karl Pröglhöf

„Kopfkino“ zu Kriminalfällen. Karl Pröglhöf über zwei aktuelle Kinofilme mit Krems-Bezug.

Krems kommt bei den derzeit aktuellen Kinofilmen nicht wirklich ins Bild, ist in den Köpfen der heimischen Kinobesucher aber damit verknüpft. Es sind auch nicht die „schönen“ Aufnahmen mit malerischen Gässchen und Weinbergen wie in der „Donauprinzessin“ oder während der Ermittlungen im Krimi-Zweiteiler „Vermisst“.

Nein. Diesmal haben die Filme einen realen Hintergrund. In „Jack“ geht es um den mehrfachen Frauenmörder Jack Unterweger, der während seiner Haft in Stein zum „Häfen-Literaten“ hochstilisiert und vorzeitig freigelassen wurde. Dann begann eine Serie von Prostituierten-Morden.

Noch intensiver ist der Bezug zu „Einer von uns“, in dem der Einbruch eines 14-Jährigen in den Merkur-Markt aufgearbeitet wird. Ein Polizist hat den Buben damals erschossen.

Gedreht wurde der Film in Wels. Krems ist somit zumindest bildmäßig „aus dem Schneider“.
Wann dieser Streifen in den Kremser Kinos läuft, ist noch nicht fixiert.

Man darf gespannt sein, wie sehr sich die Bevölkerung für die filmische Abhandlung eines dunklen Momentes in der Stadtgeschichte interessiert.