Erstellt am 30. März 2016, 05:14

von Thomas Werth

„Kremser Weg“ nur gemeinsam. Thomas Werth über fehlende Info bei der Flüchtlingsunterbringung.

Zugegeben: Beim Umgang mit dem Flüchtlingsthema ist der „Kremser Weg“, wie ihn Stadtchef Resch nennt, keine spezielle Erfindung oder eine komplexe Vorgehensweise. Nein, es wird einfach Wert darauf gelegt, das Miteinander von Stadt, Unterkunftgebern und Anrainern in den Mittelpunkt zu rücken. Und trotzdem – oder deswegen – war er bislang immer effektiv.

Doch was passiert, wenn nicht alle Beteiligten diesen Weg gemeinsam gehen, hat die jüngste Unterbringung von Flüchtlingen in der Steiner Donaulände gezeigt, wo sowohl Stadt als auch Anrainer vor den Kopf gestoßen wurden. Es heißt zwar nicht automatisch, dass es keine Beschwerden gegeben hätte, wenn zuvor Informationen über das Vorhaben an die Anrainer weitergegeben worden wären. Zumindest aber hätte ein entsprechendes Hintergrundwissen schon im Voraus für etwas mehr Verständnis bei ihnen sorgen können.

Dabei sollte es eigentlich im Interesse aller Beteiligten sein, dass sich ein derartiger Alleingang nicht wiederholt – das würde unnötig negative Stimmung ersparen.