Erstellt am 05. Januar 2016, 09:50

von Florian Braunauer

Licht und Schatten. Florian Braunauer über (faulen) Zauber in der Halle.

Wer glaubt, dass Eiseskälte und gefrorene Plätze die heimischen Kicker von ihrer Passion abhalten können, der irrt.

Denn Jahr für Jahr locken Hallenfußballturniere nicht nur zahlreiche Schlachtenbummler, sondern auch immer wieder viele Spieler. Dass der Zauber am Parkett aber eine zweiseitige Medaille ist, sei auch gesagt: Denn einerseits bleiben die Kicker in der Winterpause fit und haben einen Anreiz weniger, sich an der Weihnachtsbäckerei zu vergreifen. Andererseits gibt es wohl keine Zeit im Fußballjahr, in der die Lazarette der Vereine so gut gefüllt sind.

Der Coach der Kremser Kicker, die sich bei den Fischer-Masters den Titel holten, Stefan Kogler, sieht es ähnlich: „Vor allem während der Winterpause sind Hallenturniere bei den Spielern eine gern gesehene Abwechslung, das Verletzungsrisiko ist dafür aber auch enorm hoch.“

Auch Gustostückerl und Schmäheinlagen, die praktisch das Gesicht des Hallenzaubers waren, gehören längst nicht mehr zur Tagesordnung, wenn es auf das Parkett geht. So sieht es zumindest Haitzendorfs Alfred Traht: „Heute liegt der Fokus eher auf Körpereinsatz als auf Zaubereien.“ Dem Hallenfußball Wert beimessen muss jeder Kicker so oder so. Wo viel Licht ist, ist eben auch viel Schatten.