Erstellt am 28. Oktober 2015, 09:07

von Florian Braunauer

Liebesmüh, die vergeben ist. Florian Braunauer über das fehlende Glück des Tüchtigen in Haitzendorf.

Haitzendorf ist im Moment nicht zu beneiden: Nach 12 Spielen steht der Aufsteiger mit mageren sechs Punkten am Tabellenende. Davon werden aber noch drei abgezogen, da Obergrafendorf, gegen die das HSV-Ensemble mit 4:1 gewonnen hat, den Spielbetrieb eingestellt hat - alle Spiele werden mit null Punkten gewertet.

Ein Blick auf die letzten drei Spiele zeigt eine mehr oder wenige traurige Statistik: Zehn Treffer erzielt, aber keinen Zähler ergattert. Haitzendorf ist aber alles andere als abzuschreiben, obwohl Martin Parb momentan beinahe Woche für Woche Improvisationstalent beweisen muss. Gegen Kottingbrunn musste der Meister der 2. Landesliga gar ohne Stefan Gruber und Christian Schaller ran.

Und dennoch gingen die Haitzendorfer Kicker erst in der 96. Minute k. o. Wie kann es sein, dass eine Mannschaft beherzt und spielfreudig auftritt und trotzdem eins auf die Rübe bekommt? Das weiß Alfred Traht: „In dieser Liga wird einfach jeder Fehler knallhart bestraft.“ So ist die Parb-Elf in vielen Spielen nicht die schlechtere Mannschaft, sucht aber vergeblich nach Zuwachs auf dem Punktekonto. In den letzten Spielen vor der Winterpause muss also eines gelingen: die Moral und den Kampfgeist endlich in Zählbares umzumünzen.