Erstellt am 10. Mai 2016, 05:34

von Wolfgang Wallner

Mehr als eine Baustelle. Wolfgang Wallner über den Umbaubedarf beim Kremser SC.

Freie Fahrt für Leobendorf: Das 0:6 im Wochentagsspiel wird die Kremser Fußballseele noch länger schmerzen. Ein Debakel wie dieses ist allerdings nur ein Symptom all dessen, was schiefläuft beim KSC. Bei der Generalversammlung Ende Mai gilt‘s so viele Baustellen anzugehen, dass sich die neuen/alten Funktionäre über zu wenig Arbeit nicht beklagen werden können.

Am augenfälligsten ist ein Kader, der sein Potenzial nicht ausschöpft. Offenbar unabhängig vom Trainer, der an der Linie steht. Natürlich spielt‘s eine Rolle, dass der KSC im Winter zwei Knipser ziehen ließ und mit Schulmeister und Kogler zwei Offensivleute als Backup holte, die ihre Stärken eher als Vorbereiter haben. Natürlich färben die Troubles im Umfeld auf das Team ab. Dennoch: Diese Baustelle gilt‘s spätestens im Sommer anzugehen. Wohlwissend, dass es beim KSC trotz Schuldenabbau weiteren Konsolidierungsbedarf gibt.

Alarmierend sind die Zuschauerzahlen. Nur 120 Unentwegte im Sepp-Doll-Stadion: Das ist einer traditionsreichen Fußballstadt nicht würdig. Das „Fantheater“ mit den Stehern ist nur ein Aspekt der Misere.

Baustelle Nummer drei: die Personalien. Vom Trainer bis hin zum Vorstand sind im Moment viele Frage offen beim Kremser SC. Die gilt‘s schnell zu lösen. Im Sinne des Vereins.