Erstellt am 14. Juni 2016, 07:20

von Florian Braunauer

Meuterei am Traumschiff. Florian Braunauer über ein „Personalflüchten“ beim Kremser SC.

Den ÖFB-Cup-Platz fixiert, die letzten fünf Spiele en suite gewonnen - so schön könnte die Welt beim Bezirksprimus sein. Über dem Himmel des Sepp-Doll-Stadions tun sich aber schön langsam schwarze Wolken auf, denn der KSC musste mit Christian Schragner einen weiteren Leistungsträger ziehen lassen.

Bitter sind besonders die Umstände, denn nach Miro Slavov und dem Fekete-Theater ist die nächste Stütze der Vizemeistermannschaft aus dem Vorjahr weggebrochen. Böse Zungen behaupten schon, die Spieler „verlassen das sinkende Schiff“. Dabei scheint der KSC nicht in Seenot zu sein. Wenngleich auch einige Strapazen den Verantwortlichen stressige Tage verursachten – man hört zum Beispiel nicht zum ersten Mal, dass die Kremser in puncto Zahlungsmoral etwas zu nachlässig agierten.

Das soll laut Manager Georg Stierschneider Geschichte sein. Muss es auch, denn ein Bezirksprimus und Zahlungsschwierigkeiten, das verträgt sich schlecht. Dieses Kapitel will man in der Wachaumetropole nun hinter sich lassen und sich in Hinblick auf die neue Saison anders aufstellen. Eine „neue, frische Mannschaft“ verspricht Stierschneider.

Der eingefleischte KSC-Fan darf also gespannt sein, ob die Verantwortlichen das Ruder herumreißen oder ob das Schiff wirklich zu kentern droht.