Erstellt am 10. November 2015, 05:22

von Thomas Werth

Mutig, aber nicht konsequent. Thomas Werth über den Austritt von Josef Mayer aus SP-Klub.

Die Erstellung eines örtlichen Entwicklungskonzeptes, die Konvertierung des Schweizer Franken-Kredits und zuletzt die Gestaltung des Südtirolerplatzes: Drei Beispiele der jüngeren Vergangenheit, bei denen Josef Mayer bei Abstimmungen in den Gemeinderatssitzungen nicht der Parteilinie der SP gefolgt ist.

Nun zog er seine persönliche Konsequenz. Er trat aus dem SPÖ-Klub aus, ist also ab sofort „freier Mandatar“. Mutig, aber nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass er mit manchen Entscheidungen der SP einfach nicht einverstanden war.

Allerdings muss auch gefragt werden, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, wenn er seine Funktion als Gemeinderat komplett zurückgelegt hätte. Er ist nun weder in Klubsitzungen, noch in Ausschüssen mehr vertreten, darf künftig also hauptsächlich nur mehr abstimmen, aber nicht mehr mitreden.

Mayers Schritt ist daher zwar mutig, aber schlussendlich nur mit halber Konsequenz durchgeführt worden – nicht zuletzt deshalb, weil er ohnehin keine politischen Ambitionen nach 2017 zu haben scheint.