Erstellt am 29. Dezember 2015, 04:33

von Udo Sagl

„Rot ist nur noch zuckerlrosa . . .“. Udo Sagl über die bröckelnde rote Fassade der SPÖ.

Wie gibt’s denn so was? Die Kremser Arbeiterkammer „rügt“ die Kremser Arbeiterpartei.
Ja, ja. Die allseits unbeliebten Grünen Zonen sorgen dafür, dass die Genossen jetzt auch untereinander rotsehen. Der Ton klingt zwar in bekannter „Freundschaft“ (noch) recht höflich.

Wenn aber die Chefin der heimischen Arbeiterkammer den sozialdemokratischen Stadtchef darauf aufmerksam machen muss, dass die Verdoppelung der täglichen Parkgebühr massenweise die „Tagespendler“ trifft, dann erscheint das doch recht bemerkenswert zu sein.

„Rot? Unsere Roten sind nur noch zuckerlrosa“, hört man am heimischen Stammtisch.
Eine harte Kritik. Zu hart? Man kann es so und so sehen. Je nachdem, ob man dem Stil des Bürgermeisters zugetan ist oder nicht. Als gelernter Arzt will Resch das kranke Stadtbudget gesund machen.

Als (zart-)roter Politiker steht er allerdings vor dem großen Dilemma, dass er dabei ausgerechnet „seinen“ Leuten, dem arbeitenden Volk, auf die Zehen steigt. Das tut weh. Den Betroffenen sowieso. Und Resch selbst auch. Denn er weiß, dass er Sympathien aufs Spiel setzt.