Erstellt am 22. März 2016, 05:24

von Karl Pröglhöf

Stell dir vor, es geht das Licht aus. Karl Pröglhöf über die Krise der Volkshochschule in der Bildungsstadt.

Die Kremser Volkshochschule sitzt mehrfach in der Bredouille. Zum einen reichen die Finanzreserven für die gestiegenen Mietkosten im Fellnerhof längstens bis Ende 2016. Zum anderen muss sich Hans Angerer, der 1. Vorsitzende und seit mehr als 40 Jahren in der Erwachsenenbildung bei der VHS engagiert, durch die Verschlechterung seines Gesundheitszustandes früher als geplant zurückziehen.

Er hat den Rücktritt bereits erklärt, bleibt aber, bis man einen Nachfolger gefunden hat. Und das ist das nächste Problem, denn in Vorgesprächen hat sich noch niemand gefunden, der die Funktion übernehmen will.

Beides – Finanzsituation und fehlende Führungskräfte – sind laut Statut Gründe für eine Auflösung des Vereins.

Problem 2 muss hausintern gelöst werden, bei den Finanzen hofft man auf Hilfe von außen – konkret einen seitens der Stadt deutlich besser dotierten Fördervertrag. Die Stadtpolitik will (auch wegen der Folgewirkung) ihr Sparpaket nicht aufschnüren.

Schlimmstenfalls gehen bei der Festsitzung zum 60-jährigen Bestand die Lichter aus.