Erstellt am 08. Dezember 2015, 05:03

von Thomas Werth

Wenn die Liebe zu enden scheint. Thomas Werth über die Vorfälle rund um den Rot-Kreuz-Neubau in Krems.

„Aus Liebe zum Menschen“ lautet das Motto des Roten Kreuzes, das die unzähligen Helfer auch tagtäglich vorleben. Doch im Moment sieht es so aus, als würde diese Liebe bei Politikern ein Ende finden. Noch immer wird auf die im Vorfeld erforderliche Zustimmung aller Gemeinden gewartet.

Dass nicht mal ein Bürgermeister die Zeit gefunden hat, zu einem – wenn auch kurzfristigen – Termin zu erscheinen, klingt merkwürdig. Die Finanzierung – im Schnitt sind 56.000 Euro pro Gemeinde (größere zahlen verhältnismäßig mehr, kleinere weniger) zu bezahlen – mag trotz der zugegeben prekären Finanzlage einiger Kommunen ja nicht komplett unrealistisch erscheinen.

Politische Machtspiele, in welcher Form auch immer, sollten in Angelegenheiten, bei denen es um die Gesundheit von Menschen geht, jedenfalls hintan gestellt werden.

Denn andernfalls ist es durchaus möglich, dass ehrenamtliche Mitarbeiter aus Platzmangel – oder auch Motivation – vergrämt werden; jene Kräfte also, ohne die das Rettungssystem nicht funktionieren würde.