Erstellt am 12. Januar 2016, 05:13

von Udo Sagl

Wenn Pendeln zum Luxus wird. Udo Sagl über steigende Parkgebühren und Fahrtkosten.

„Das sind ja über 1.000 Schilling.“ So mancher Arbeitnehmer rechnet dieser Tage nach, was ihn das bloße Abstellen seines Autos ab 1. Februar kostet.

Durch die höchst umstrittene Verdoppelung des Tagestarifs in den Grünen Zonen zahlt ein brav arbeitender Mensch, der Tag für Tag ins Stadtzentrum von Krems pendelt, künftig rund 80 statt bisher 40 Euro pro Monat. Ein teurer „Spaß“, wenn man bedenkt, dass ein Garagenplatz um etwa 60 Euro zu haben ist.

Kein Zweifel: Für viele Betroffene ist mit der Verteuerung eine Schmerzgrenze überschritten worden. Und so denken „Einpendler“ verstärkt über Alternativen nach. Mit teilweise ernüchternden Ergebnissen. So kostet etwa eine Busfahrt von Loiben nach Krems und retour 5,40 Euro – weit mehr als der auf 4 Euro verteuerte Parkschein. Die Bahn ist auch nicht billig. Hadersdorf-Krems schlägt sich mit 4,80 Euro zu Buche.

Eine verbilligte Monatskarte mag für Vollzeitbeschäftigte eine Überlegung wert sein. Doch was machen zum Beispiel Verkäuferinnen, die nur tageweise arbeiten? Für sie lohnt sich das Arbeiten immer weniger. Wenn der Job zum Luxus wird . . .