Erstellt am 14. September 2015, 08:20

von Thomas Werth

Zwischen Hilfe und Unsicherheit. Thomas Werth über zwei völlig unterschiedliche Flüchtlings-Ereignisse.

Zwei Ereignisse haben in der vergangenen Woche im Kremser Raum den aktuellen Gefühlszustand innerhalb der Bevölkerung beim Thema „Flüchtlinge“ bestens veranschaulicht: Einerseits ein Anruf bei der Polizei, weil eine Gruppe Wallfahrer Asylwerber sein könnten. Andererseits ein übervoller Saal bei der Veranstaltung „Menschen für Menschen in Krems“, bei der sich hilfsbereite Personen vernetzt haben und überlegten, wie sie am besten helfen können.

Es ist schockierend zu sehen, mit welcher Angst und Unsicherheit Teile der Bevölkerung leben. Angst ist bekanntlich ein schlechter Ratgeber – und sie ist ansteckend.

Umso bedeutender und bewundernswerter ist es, wie aus einer Initiative von zwei jungen Frauen und der großen Hilfsbereitschaft der Kremser mittlerweile eine organisierte Plattform entstanden ist. Denn es ist wichtiger denn je, dass – neben der Hilfe für Flüchtlinge – auch eine positive Stimmung in die Stadt getragen wird. Dass dies kein leichtes Unterfangen ist, ist klar. Doch alleine schon der Versuch ist Gold wert.