Krems

Erstellt am 02. August 2016, 06:00

von Thomas Werth

12.871 Strafzettel ausgestellt. Stadt nahm mit Bußgeldern in den Parkzonen im ersten Halbjahr rund 270.000 Euro ein.

Kein gültiger Parkschein in der Grünen Zone ist der häufigste Grund, warum in den Kremser Parkzonen ein Strafzettel ausgestellt wird.
 
 |  Lechner

Seit Anfang des Jahres sind wochentags sieben und am Samstag vier Mitarbeiter des ÖWD in den Parkzonen der Stadt unterwegs – und sie haben reichlich zu tun! Im ersten Halbjahr wurden nämlich insgesamt 12.871 Strafzettel ausgestellt. Das sind täglich rund 83 Stück!

Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2015, als noch Securitas für die Parkraumüberwachung zuständig war, wurden 11.908 Strafmandate ausgestellt. Auf den ersten Blick sind die ÖWD-Mitarbeiter also „eifriger“ – allerdings darf nicht vergessen werden, dass mit Jahreswechsel erstmals auch die 580 Stellplätze in der gebührenfreien Kurzparkzone in Stein kontrolliert werden. Dort wurden in den ersten sechs Monaten 3.213 Strafmandate wegen fehlender Parkuhren, überzogener Parkdauer oder abgelaufener Parkpickerl ausgestellt.

900.000 Euro im Halbjahr durch Parker

Für die Stadt bedeuten die vielen Falschparker auch einen Geldsegen. Von Anfang Jänner bis Ende Juni wurden 271.404 Euro an Strafgeldern in den Stadtsäckel gespült, um rund 45.000 Euro mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Zusammen mit den Erlösen durch die Parktickets in der Grünen und Blauen Zone (2015 waren dies pro Halbjahr rund 600.000 Euro bei altem Tagestarif in der Grünen Zone) erwirtschaftet die Stadt in sechs Monaten rund 900.000 Euro mit dem Parken in der Innenstadt.

83 Parkzettel wurden im ersten Halbjahr täglich in Krems ausgestellt.  |  Lechner

Wie sich der seit Februar in Kraft getretene neue Tagestarif auf das Parkverhalten in der Grünen Zone auswirkt, darüber gibt es von der Stadt noch keine Stellungnahme. Im August, wenn die neue Regelung ein halbes Jahr gegolten hat, soll aber evaluiert werden. Das gilt auch für das Parkdeck Bahnzeile. Dessen mangelnde Auslastung wurde als offizieller Grund genannt, warum die Tagespreise in der Grünen Zone verdoppelt und auf das Niveau des Parkhauses angepasst wurden.