Erstellt am 19. Mai 2016, 05:24

von Karl Pröglhöf

Am Abend stirbt die Fußgeherzone aus. Ein Arbeitskreis soll Möglichkeiten erörtern, die Innenstadt in den Abendstunden attraktiver zu machen.

Das Egger’s am Beginn der Unteren Landstraße ist eines der wenigen Lokale, die abends länger offen halten.  |  NOEN, Johann Lechner

In der Kremser Innenstadt, speziell im Bereich der Fußgeherzone, werden abends die (nicht vorhandenen) Gehsteige hochgeklappt: Ab 19 Uhr herrscht, auch in der warmen Jahreszeit, so gut wie „tote Hose“. Nur die wenigsten Gastronomiebetriebe halten länger offen und bewirten Gäste in ihren Schanigärten.

Dieses Problems der „abendlichen Belebung der Innenstadt“ will sich nun eine Arbeitsgruppe im Zuge des Tourismusentwicklungskonzeptes annehmen. Ein erstes Zusammentreffen soll es noch im Mai geben.

 Beiselszene rund um Hohen Markt

Ob man Lösungen findet, ist offen, denn irgendwie beißt sich die Katze in den Schwanz: Die Lokalbetreiber räumen meist um 19 Uhr ihre Sessel und Tische ein, weil nach Geschäftsschluss die Publikumsfrequenz abreißt. Umgekehrt kommen Uni- und FH-Studenten nach Unterrichtsende nicht mehr in die Stadt, weil man hier nicht mehr einkaufen und kaum noch etwas konsumieren kann. Sie besuchen dann erst ab 22 Uhr die Beiselszene rund um den Hohen Markt.

„Man müsste sehr genau durchrechnen, ob sich längere Öffnungszeiten, etwa bis 22 Uhr, wirklich rentieren“, lautet der Tenor bei den befragten Lokalbetreibern. Gabriela Hüther vom Tourismusbüro hofft, dass am kommenden Freitag mit der Eröffnung des Brauhofes am Eingang zur FUZO neben dem Stadtcafé Ulrich ein Anziehungspunkt fürs abendliche Ausgehen in der Innenstadt entsteht.