Erstellt am 12. Januar 2016, 04:48

von Udo Sagl

„Arbeitgeber sollen Teil der Parkkosten tragen“. „Einpendler“ müssen ab Februar tiefer in die Tasche greifen. Die Arbeiterkammer will nun, dass Unternehmer mitzahlen.

Teurer Spaß: Ab Februar kostet ein Tagesticket in der Grünen Zone vier statt zwei Euro. Foto: Lechner  |  NOEN, Lechner
Nur noch zweieinhalb Wochen: Dann wird die Tagesgebühr in den Grünen Zonen verdoppelt. Besonders betroffen sind Arbeitnehmer, die in der Innenstadt beschäftigt sind und mit dem Auto anreisen.

„Es wäre wünschenswert, wenn die Unternehmer ihren Beschäftigten die Parkgebühren oder zumindest einen Teil davon ersetzen“, meint nun die Bezirksstellenleiterin der Arbeiterkammer Krems, Doris Schartner.

In der Praxis kommen die neuen Tarife nämlich ziemlich teuer. Die Erhöhung der Tagesgebühr von zwei auf vier Euro bedeutet (auf eine Fünf-Tage-Woche hochgerechnet), dass ein Pendler künftig rund 80 statt bisher 40 Euro pro Monat zahlen muss.

Schartner: „Es gibt bereits Dienstgeber, die ihren Leuten die Kosten teilweise refundieren.“ In erster Linie geht es um Verkaufspersonal mit niedrigen Einkommen. Die Auszahlung einer entsprechenden „Ausgleichszulage“ kann freilich nur auf freiwilliger Basis erfolgen.

Kaufleute für Aufklärung der Innenstadt-Kunden

Wie sieht die Kremser Kaufmannschaft den aktuellen Vorstoß der Arbeiterkammer? Obfrau Erni Breith: „Die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht. Wobei sich natürlich die Frage stellt: Wie finanziert das ein Unternehmer? Unsere Zeiten sind nicht die rosigsten.“

Aus der Sicht von Breith gilt es übrigens auch, die Kunden bei der Stange zu halten: „Viele Leute glauben, dass die Parkgebühren generell verteuert werden. In Wahrheit beschränken sich die Änderungen auf die Tagestarife. Das gehört in der nächsten Zeit deutlich kommuniziert.“ Eine Aufklärungskampagne sei fällig, meint die Kaufmannschaft: „Damit man sich wenigstens auskennt.“