Krems

Erstellt am 04. Juli 2016, 13:10

Bewährungsprobe für Hochwasserschutz am Kremsfluss . Der Hochwasserschutz am Kremsfluss hatte am vergangenen Wochenende seit Fertigstellung der zweiten Ausbaustufe seine erste Bewährungsprobe.

Die Mitarbeiter des Wirtschaftshofes und die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Krems sind mit dem Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser beschäftigt.  |  Stadt Krems

In der Nacht von Samstag auf Sonntag führten massive Gewitter südlich von Zwettl zu einem sprunghaften Anstieg des Wasserspiegels am Kremsfluss. Die Wassermassen wurden von den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Krems kontrolliert und richteten keinen Schaden an Straßen und Häusern an.

Seit Montag früh laufen die Aufräumarbeiten. Die Mitarbeiter des städtischen Wirtschaftshofes sind im Einsatz, um das Treibholz zu entfernen, das das Hochwasser in Unmengen geschwemmt hatte. „Dieses Treibholz stellt eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit dar. Daher sollte kein Holz entlang des Kremsflusses gelagert werden, weil es dann im Hochwasserfall schnell zu Verklausungen kommen kann“,  appelliert Bürgermeister Dr. Reinhard Resch an die Grundstücks­eigentümer und Anrainer, Holzlagerungen am Flussufer zu entfernen.

Neben den Mitarbeitern die Wirtschaftshofes ist auch die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz, um die überfluteten Uferbegleitwege zu reinigen. Das beliebte Freizeit- und Erholungsgebiet am Kremsfluss soll wieder schnell für die Bevölkerung benutzbar sein.

Planungen für den letzten Abschnitt des Hochwasserschutzes im Laufen

Das gesamte Hochwasserschutzprojekt für den Kremsfluss umfasst den rund sechs Kilometer langen Flussabschnitt zwischen Hafenstraßen-Brücke und der Stadtgrenze zu Senftenberg. Die gesamten Baukosten sind mit 34 Millionen Euro beziffert.

Die erste Maßnahme startete bereits im Jahr 2004 mit dem Ausbau des Stratzingbaches und Flussbettarbeiten. Danach wurden die Mehrl- und die Mühlhofbrücke sowie die Fußgängerübergänge Florianisteg und Klomsersteg neu errichtet, die Spitalbrücke wurde angehoben.

Ein weiterer Teilabschnitt umfasste die Sanierung bzw. Neuerrichtung von Stützmauern und Schutzwänden zwischen Hafenstraße und Pfannlsteg. Parallel dazu erfolgte die Neugestaltung des Kremsufers zu einem neuen Freizeit- und Naherholungsraum.

Als nächstes folgten der Abschnitt Pfannlsteg – Schmittbrücke und der Umbau zweier Wehranlagen in Rehberg.  Derzeit laufen die Planungen für den letzten Abschnitt des Hochwasserschutzbaues, nämlich den Ausbau des Kremsfluss-Gerinnes bis zur Stadtgrenze.