Krems

Erstellt am 14. Juni 2017, 05:11

von Jutta Hahslinger

Falschen Führerschein am Magistrat verloren. Mit gefälschter Fahrlizenz wollte Hollenburger (20) Probleme bei der Polizei vermeiden und bewirkte genau das Gegenteil.

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Ein schöner Kleinwagen stand zum erfolgreichen Schulabschluss als Geschenk von den Eltern für einen Hollenburger fahrbereit vor der Tür. Es fehlte ihm nur noch der Führerschein, den der junge Mann auch in Angriff nahm. In der Praxis, beim Fahren, gab es keine Probleme, aber in der Theorie haperte es: „Dreimal bin ich in der Theorieprüfung durchgefallen“, erzählt der heute 20-Jährige seufzend vor Gericht und gibt zu, sich dann einen Führerschein fabriziert zu haben.

„Ich bin dreimal in der Theorie durchgefallen“

„Und mit der gefälschten Lizenz setzten Sie sich ans Steuer und fuhren bei der Polizeiinspektion Krems vor. Ganz schön dreist“, ergänzt Richter Gerhard Wittmann kopfschüttelnd.

„Ich war in Panik, als die Polizei angerufen und mich aufgefordert hat, sofort zum Posten nach Krems zu kommen. Ich wusste ja nicht, dass es nur um einen Parkschaden geht. Ich habe geglaubt, es geht um eine Kontrolle und dass ich den Führerschein vorzeigen muss. Ich habe mir einen Schein gemacht, um Probleme zu vermeiden“, schildert der 20-Jährige.

„Sie haben sich nur noch mehr Probleme eingehandelt. Die Fälschung war zwar gut gemacht, hielt den geschulten Augen der Beamten aber nicht stand. Hätten Sie lieber gelernt, statt sich als Fälscher zu betätigen. Einmal auf die Nase gefallen, machen Sie aber offenbar unbeeindruckt weiter und fabrizieren sich wieder einen Führerschein. Den haben Sie dann am Magistrat Krems verloren. Das zweite Mal auf die Nase gefallen“, meint der Richter und verhängt über den bislang unbescholtenen Hollenburger wegen Fälschung besonders geschützter Urkunden fünf Monate auf Bewährung.

Das Urteil ist rechtskräftig.