Krems , Langenlois

Erstellt am 30. März 2018, 06:11

von Franz Aschauer

Millennium-Geher fühlten sich von Taxler ausgenommen. Nachtschwärmer beschwerten sich nach Event im Millennium über teure Taxi-Heimfahrten. Eine Zöbingerin stieg aus Protest sogar aus und ging zu Fuß nach Hause.

Symbolbild  |  AstroStar/Shutterstock.com

Das Feilschen um den Taxi-Preis – wie es in vielen Ländern Normalität ist – kommt hierzulande so gut wie gar nicht vor. Entweder sorgt der Taxameter für eine transparente Preisgestaltung oder der Fahrer macht mit seinen Kunden eine Pauschale aus, die im Normalfall auch akzeptiert wird.

Nicht der Fall war das vor wenigen Wochen bei einer nächtlichen Taxifahrt vom Gewerbepark nach Langenlois nach einem Clubbing im ehemaligen Millennium.

Verhandelten Preis wieder anders „überlegt“: Taxler blieb hart

Zwar einigten sich die nach etlichen Minuten in der Kälte durchgefrorenen Nachtschwärmer zuerst mit dem Lenker auf einen Preis von 30 Euro, im Taxi selber wollten sie dann allerdings nicht mehr so viel bezahlen. Der Taxler blieb aber hart und kassierte nach der Fahrt bei ausgeschaltetem Taxameter in Langenlois schließlich die vereinbarte Summe.

Symbolbild  |  NOEN Krems

Unterwegs gewesen sein soll der Fahrer laut den Nachtschwärmern für das Taxiunternehmen Rittner. Geschäftsführer Josef Rittner zweifelt das aber an: „Bei uns läuft bei allen Fahrten der Taxameter mit, unabhängig davon, ob eine Pauschale ausgemacht wurde oder nicht.“

„Versoffen haben sie wahrscheinlich viel mehr“

30 Euro für eine Fahrt vom Gewerbepark sei aber ohnehin ein fairer Preis. „Versoffen haben sie wahrscheinlich viel mehr. Ich verstehe aber sowieso nicht, warum man sich eine Pauschale ausmacht und dann am Preis rüttelt“, so Rittner.

Noch teurer war für andere Nachtschwärmer am selben Abend die Heimfahrt von derselben Lokalität mit einem anderen Taxiunternehmen. 35 Euro hat der Lenker als Pauschale für eine Fahrt um 4 Uhr morgens nach Langenlois verlangt. Von einer Zöbingerin soll er für die rund zwei Kilometer lange Fahrt nach Hause dann noch einen Aufpreis von zehn Euro verlangt haben.

Aus Protest dagegen stieg die junge Frau in Langenlois aus und machte sich zu Fuß auf den Heimweg – bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. „Bei allem, was bei solchen Fußmärschen nach nächtlichen Ausgehtouren schon passiert ist, sollte man das als Taxifahrer eigentlich nicht zulassen. Es geht bei solchen Entscheidungen aber auch immer darum, ob sich der Kunde respektvoll verhält“, so Rittner.