Krems , Mautern an der Donau

Erstellt am 10. August 2016, 04:00

von Petra Vock

Gutachten: "Es wird geprüft, ob Risse im Stahl sind“. In wenigen Wochen beginnen genaue Untersuchungen, die über das Schicksal der Mauterner Brücke entscheiden sollen.

Donaubrücke Mautern: Tragwerk wird geprüft.  |  Lechner

Mit über 120 Jahren hat die Mauterner Brücke ihre Lebenserwartung eigentlich schon weit überschritten. Wie es mit ihr weitergehen soll, wird in Kürze von Experten ermittelt, die ihr genauestens auf den Zahn fühlen werden.

„Ich rechne damit, dass wir in einem Monat mit den Untersuchungen beginnen können“, informiert Markus Brunner, stellvertretender Leiter der Brückenbauabteilung des Landes Niederösterreich. Aufgrund der Untersuchungen ist auch die eine oder andere Verkehrsbehinderung zu erwarten. „Die Beschichtung muss teilweise abgetragen werden, es wird geprüft, ob Risse im Stahl sind – das ist nicht mit freiem Auge möglich – und vieles mehr“, erklärt Brunner. „Dann wird nachgerechnet: Was kann das Tragwerk noch?“

Ziel ist es, den Altbestand so weit wie möglich zu bewahren. Falls eine vollständige Erhaltung des alten Tragwerks nicht möglich ist, könnte man Teile des Tragwerks ersetzen – oder es eins zu eins nachbauen. „Das käme natürlich einem Neubau gleich“, so Brunner. Aber all das ist Zukunftsmusik und entscheidet sich frühestens in einem Jahr, wenn die Zustandserhebung abgeschlossen ist.

Am Standort soll nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch nicht gerüttelt werden. Brunner: „Die Pfeiler werden wohl verstärkt und weiterverwendet.“