Erstellt am 01. Oktober 2015, 07:47

von Thomas Werth

"Müssen gegensteuern". Beim ersten Kremser Arbeitsmarktgipfel saßen Politik, AMS, Interessensvertretungen und Wirtschaft an einem Tisch. Themen: Bestandsaufnahme und transparente Fördermodelle.

Rudolf Kernstock, Erwin Kirschenhofer, Erwin Krammer, Doris Schartner, Reinhard Resch, Walter Stiefler, Klaus Stachelberger, Matthias Slatner, Maria Kwasnitzka und Thomas Hagmann diskutierten beim ersten Kremser Arbeitsmarktgipfel über die Problematik der hohen Arbeitslosigkeit.  |  NOEN, Stadt Krems

„Wir dürfen nicht auf Lösungen von Bund und Land warten und müssen auf Krems zugeschnittene Maßnahmen erarbeiten, mit denen wir den wachsenden Arbeitslosenzahlen gegensteuern können“, betont Bürgermeister Reinhard Resch. Deshalb wurde, wie bereits ausführlich im Vorfeld berichtet, zu Beginn der Vorwoche zum ersten Kremser Arbeitsmarktgipfel geladen. „Dass die aktuelle Arbeitsmarktsituation ernst ist, zeigt die Tatsache, dass alle Eingeladenen kurzfristig für dieses Treffen Zeit gefunden haben“, erklärt Resch.

1.029 Arbeitslose im August

Zusammen mit Wirtschaftsstadtrat Erwin Krammer, AMS-Chef Erwin Kirschenhofer, Thomas Hagmann (Wirtschaftskammer), Doris Schartner (Arbeiterkammer), Rudolf Kernstock (ÖGB), Matthias Slatner (Wirtschaftsservicestelle), Walter Stiefler (Kremser Wirtschaftsbeirat), Maria Kwasnitzka (Kaufmannschaft Krems) und Klaus Stachelberger (Personalchef Voestalpine Krems) wurde zunächst eine Bestandsaufnahme gemacht: Im August waren in der Stadt 1.029 Arbeitslose gemeldet – mit diesem Wert liegt Krems prozentuell zwar unter dem Landesdurchschnitt, dennoch handelt es sich um einen neuen Negativrekord. Besonders betroffen sind Menschen über 50 Jahren sowie Jugendliche. Andererseits wird es für Unternehmer immer schwieriger, gut ausgebildete Arbeitskräfte zu finden.

Eine erste Maßnahme des Gipfels betrifft die verschiedenen Förderschienen des AMS: Alle Teilnehmer plädierten für eine klare Transparentmachung der Förderungen für Betriebe, die ältere Arbeitskräfte aufnehmen. Vor allem die Handelsbetriebe sollen – in Zusammenarbeit mit der Kremser Kaufmannschaft und im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft – über sämtliche Möglichkeiten informiert werden. Gemeinsame Betriebsbesuche mit Resch, Kirschenhofer und Vertretern der Wirtschaft sollen diese Bemühungen unterstreichen und mithelfen, ein „Netzwerk der Solidarität“ mit der „Generation 50 plus“ aufzubauen.

Der nächste Arbeitsmarktgipfel ist am 19. Oktober geplant.