Krems

Erstellt am 02. August 2016, 04:00

von Udo Sagl

ÖVP: „Zugpferd“ gesucht. Die Qual der Wahl: Wen schickt die Kremser Volkspartei nächstes Jahr gegen Bürgermeister Resch ins Rennen? Spätestens im Herbst soll ein Name feststehen.

Wahlduell um das Bürgermeisteramt? Stadtrat Erwin Krammer und Stadtchef Reinhard Resch.  |  Lechner

Ein Jahr vor dem Wahlkampf: Wer tritt im Herbst 2017 als Spitzenkandidat der ÖVP an? Wer kann dem amtierenden Bürgermeister, Reinhard Resch, Paroli bieten?

„Wir führen während der Sommermonate ausführliche Sondierungsgespräche“, heißt es aus der Volkspartei. Im Klartext: Stadtparteiobmann Thomas Höhrhan „verwaltet“ eine sorgfältig erstellte Namensliste und trifft mit allen möglichen Kandidaten einzeln zusammen.

Es wurde absolutes Stillschweigen über die Identität der handelnden Personen vereinbart. Inoffiziell kursieren trotzdem mehrere Namen:

 Derler: „Ich habe mich noch nicht entschieden“

Auf dem Papier wäre Vizebürgermeister Wolfgang Derler die logische Nummer 1. Allerdings wirklich nur theoretisch. Denn in der Praxis hat Derler bisher wenig Ambitionen auf die Nummer 1 gezeigt. Seine Aussage lautet nur: „Ich habe mich noch nicht entschieden.“

Abwartend: Vizebürgermeister Wolfgang Derler, hier mit ÖVP-Stadtparteiobmann Gemeinderat Thomas Höhrhan.  |  ÖVP Krems

Als klarer Favorit gilt derzeit Finanzstadtrat Erwin Krammer. Er wurde schon öfter für höhere Aufgaben ins Spiel gebracht, hat aber bisher mit Hinweis auf seinen Beruf (Baumeister und Architekt) stets dankend abgelehnt. Auch diesmal zeigt sich Krammer sehr zurückhaltend: „Eine solche Veränderung muss man sich sehr gut überlegen.“

Was für Krammer spricht: Er könnte schon bald – mit 62 Jahren – in Pension gehen und hätte dann sehr viel Zeit für Tätigkeiten im Rathaus. Stadtparteiobmann Thomas Höhrhan selbst wäre eine theoretische Option, agiert aber derzeit eher im Hintergrund. Für eine Stellungnahme war er zuletzt urlaubsbedingt nicht erreichbar.

Weiblicher Charme als Aufputz im Wahlkampf?

Zur Rückkehr ins Rathaus bereit: Bundesrätin Sandra Kern.  |  ÖVP

Gute Chancen – allermindestens für einen Sitz im Stadtsenat – werden Bundesrätin Sandra Kern eingeräumt. Sie war unter Hölzl und Rinke acht Jahre lang Sozialstadträtin und kann sich laut eigener Aussage eine Rückkehr ins Rathaus vorstellen. Auch als Bürgermeisterkandidatin?

„Das ist für mich nicht aktuell. Ich bin außerdem nicht gefragt worden“, erklärt sie.Interessant: Die ÖVP schließt nicht aus, einen politischen Neuling, einen Quereinsteiger, ins Rennen zu schicken. „Alles ist möglich“, lautet die offizielle Devise. Wer steht da zur Debatte? „Kein Kommentar! Ehrlich gesagt: Wir wissen es selbst noch nicht . . .“

Umfrage beendet

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