Erstellt am 15. Dezember 2015, 05:48

von Udo Sagl

"Quartiere für Flüchtlinge schaffen!". Es muss ja nicht das Parkhotel sein: Die Stadtgemeinde Krems sucht weitere Unterkunftsmöglichkeiten für 230 Flüchtlinge.

Flüchtlinge in Krems: Die meisten sind in Familienverbänden untergebracht.  |  NOEN, Shutterstock/Symbolbild

Schritt für Schritt: Das Rathaus bemüht sich intensiv, die Vorgaben in Sachen Asyl zu erfüllen. Man sucht intensiv nach Alternativen zum Parkhotel-Projekt.

Stadträtin Eva Hollerer erklärt den Handlungsbedarf: „Die vom Bund vorgeschriebene Quote haben wir noch nicht erreicht.“ Bezogen auf die Einwohnerzahl von mehr als 22.000 Bürgern und auf den angepeilten Prozentsatz von 1,5 müsste Krems insgesamt rund 360 Asylwerber aufnehmen.

230 Betten fehlen noch

Das heißt: Es gilt, noch mindestens 230 Betten zur Verfügung zu stellen. Denn: Derzeit sind, über das Stadtgebiet in kleinen Wohneinheiten verteilt, etwa 130 Asylwerber untergebracht. Die größte Einheit befindet sich, wie berichtet, in einer stadteigenen Wohnhausanlage in der Ringstraße, wo im Moment rund 35 Flüchtlinge leben.

Bereits fixiert: In der Jugendherberge in der Ringstraße ziehen dieser Tage mehrere Flüchtlingsfamilien ein, wobei die Höchstzahl von Personen bei 40 liegen soll. Hollerer: „Die Belegung ist bis April befristet. Danach wird die Herberge wieder für touristische Vermietung frei sein.“

Über die Verwendung eines weiteren Wohnobjekts für rund 30 Asylwerber wird derzeit verhandelt, so Hollerer. Und: Die Bemühungen gehen weiter.