Krems

Erstellt am 04. April 2017, 05:22

von Thomas Werth

Rehberger Hauptstraße: Tempo 30 wird geprüft. Nach einem Dringlichkeitsantrag der FPÖ werden nun vorerst mobile Geschwindigkeits-Messgeräte aufgestellt. Prüfung über Tempolimit wurde auch beschlossen.

Dieser Bereich der Rehberger Hauptstraße vor der Volksschule und dem Kindergarten soll in Zukunft sicherer werden. Ob durch Tempo 30, eine Verlängerung des Tempo-40-Limits oder nur durch Geschwindigkeits-Messgeräte, wird geprüft. Eine Option ist auch eine versteckte Messung (ohne Folgen für den Lenker), durch die festgestellt werden soll, wie häufig in diesem Bereich überhaupt die Geschwindigkeit überschritten wird.  |  Lechner

Nun kommt Bewegung in die Debatte über die Gefährlichkeit der Rehberger Hauptstraße. Wie berichtet, haben bereits vor Monaten Eltern ihre Bedenken geäußert, dass Autofahrer viel zu schnell im Bereich der Volksschule und des Kindergartens unterwegs sind. Die Ampelanlage würde nichts helfen, im schlimmsten Fall wird das Rotlicht sogar einfach ignoriert.

Walter Rosenkranz (FPÖ) hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag eingebracht, der einstimmig von allen Fraktionen angenommen und im Anschluss auch beschlossen wurde. Er ersucht damit den Bürgermeister, mobile Geschwindigkeits-Messgeräte aufzustellen.

„Diese sollen schon vor neuralgischen Punkten etwa mit beleuchteten Smileys anzeigen, ob man zu schnell ist“, erklärt Rosenkranz, der sich gleichzeitig gegen verstärkte Kontrollen und damit mehr Strafen ausspricht. „Bewusstseinsbildende Maßnahmen sind besser“, so der FPÖ-Gemeinderat.

Grünen-Antrag für ein mögliches Tempolimit

Durch einen ebenfalls einstimmig beschlossenen Zusatzantrag von Grün-Gemeinderätin Sandra Mayer, die mit einem Dringlichkeitsantrag zu dieser Problematik bereits einmal gescheitert ist, soll nun außerdem geprüft werden, ob ein Tempo-30-Limit im Bereich der Schule und des Kindergartens eingeführt werden kann.

Zusätzlich soll eine Teilnahme der Schule an der Kooperation „Tempo 30 vor Schulen“ des Verkehrskuratoriums initiiert werden. Unabhängig davon läuft bereits eine Prüfung, das weiter nördlich geltende Tempo-40-Limit bis zur Schule auszuweiten.

Stadtchef Reinhard Resch betont, er könne mit allen Vorschlägen gut leben.

Aber auch Eltern sollten künftig mehr in die Pflicht genommen werden. „Es wäre auch wichtig, Eltern aufzuklären, damit sie die Straßenverkehrsordnung einhalten“, sagt Stadträtin Eva Hollerer (SPÖ). In dasselbe Horn stößt auch ihre ÖVP-Kollegin Anna Wegl: „Eltern laufen dort gerne mal mit ihren Kindern bei Rot über die Straße, weil sie nicht warten wollen.“