Erstellt am 13. Juli 2016, 04:00

von Jutta Hahslinger

Strafarbeit für Auto-Attacke. „Er hat mi einfach nur genervt“, erklärt Spitzer (25), warum er auf das Auto des „Bürger-Schreck“ von Krems eingetreten hat. Für die Delle am Kotflügel heißt es nun schwitzen.

 |  NÖN

Seinen Unmut über Politiker und Lokalprominente bringt ein Kremser mit Schmähaufdrucken auf seinem Fahrzeug plakativ zum Ausdruck. Mit seinen Aktionen hat der 56-Jährige, der als „Behörden-Schreck“ schon lokale Berühmtheit in Krems erlangt hat, aber einige Male die Grenze zur Strafbarkeit überschritten, und er saß dafür auch schon hinter Gittern ein.

Wenn das auffällige Fahrzeug um die Ecke kommt, geht so mancher Bürger in Deckung und gibt Fersengeld vor dem Lenker. „Penetrant“, befand ein 25-jähriger Spitzer die rollende Unmutsäußerung des Kremsers und tat seine Meinung mit einem Tritt gegen den Wagen kund. Die verursachte Delle am Kotflügel brachte den Wachauer wegen Sachbeschädigung vor den Strafrichter.

Der Spitzer zeigt sich einsichtig und geständig: „Er hat mi einfach nur genervt“, erklärt er. Dabei belässt er es und breitet über das Verhältnis zu dem streitbaren Kremser den Mantel des Schweigens. Der bislang unbescholtene Spitzer muss für die Delle 20 Stunden an gemeinnütziger Leistung erbringen.