Erstellt am 03. August 2016, 03:00

von Udo Sagl

Alternativen: „Asyl-Quartier-Suche braucht Zeit“. An Angeboten mangelt es nicht: Die Firma Asylcare sichtet ein Gebäude nach dem anderen. Aber noch gibt es kein Ausweichquartier für das Flüchtlingsheim Stein.

 |  APA (Symbolbild/dpa)

Geduld ist gefragt: Die aufgebrachten Anrainer des Flüchtlingsquartiers Steiner Donaulände warten derzeit mit ihrer angedrohten Räumungsklage noch ab, wollen aber „bald Ergebnisse sehen“.

„Man hat uns Lösungsvorschläge versprochen. Bisher liegt jedoch nichts Konkretes auf dem Tisch“, erklärt Heinrich Wierländtner namens der möglichen Kläger.

Wie berichtet, will die verantwortliche Firma SLC-Asylcare Eder in den kommenden Wochen ein Ausweichquartier finden, um die rund 40 Asylwerber aus Schwarzafrika innerhalb von Krems übersiedeln zu können. Spätestens bis zum Jahresende soll der angekündigte Standortwechsel verwirklicht werden.

An Angeboten mangelt es nicht. Christian Kogler, Prokurist von SLC-Asylcare, sichtet derzeit ein Gebäude nach dem anderen – bisher freilich ohne Erfolg. „Drei Objekte habe ich mir ganz genau angesehen“, so Kogler. „Bei zwei Häusern sind die Nachbarschaftsverhältnisse zu eng. Da wären Schwierigkeiten mit Anrainern wiederum vorprogrammiert. Und das andere Gebäude kommt wegen gewisser Baumängel nicht in Frage. Also müssen wir weitersuchen. Das braucht Zeit.“

Der bestehende Mietvertrag für das umstrittene Quartier in Stein, eigentlich für drei Jahre abgeschlossen, soll einvernehmlich gelöst werden. Laut Kogler ist der Eigentümer des Gebäudes, die Firma Bau-Invest, selbst daran interessiert, die bestehenden Probleme mit den Anrainern aus der Welt zu schaffen.