Erstellt am 02. August 2016, 06:00

von NÖN Redaktion

Entflohener Häftling lag betrunken im Park. Ein 43-jähriger Stein-Insasse setzte sich bei einem amtlich genehmigten Häfen-Urlaub ab. Doch der Ausflug dauerte nicht lange.

     |  NOEN, Erwin Wodicka/wodicka@aon.at

Plötzlich war er weg: Ein 43-jähriger Stein-Häftling nützte einen genehmigten Außenaufenthalt für die Flucht vom tristen Gefängnisalltag.

Eigentlich war die „Unterbrechung der Unterbringung“, wie der „Häfenurlaub“ im Amtsdeutsch heißt, für eine Behandlung des Mannes beim Verein „Grüner Kreis“ in Aspang-Markt vorgesehen gewesen. Der drogenabhängige Gefangene sollte sich einer Entlassungsvorbereitung unter dem Titel „Rehabilitation und Integration suchtkranker Menschen“ unterziehen.

Doch als es darum ging, in die Justizanstalt zurückzukehren, setzte sich der Häftling ab. Die alarmierte Anstaltsleitung versuchte in der Folge, den Mann, der erlaubterweise ein Handy bei sich hatte, telefonisch zu erreichen – und tatsächlich nahm der Abgängige den Anruf an. Die Versuche, den Flüchtigen zur Rückkehr zu bewegen, blieben freilich erfolglos. Er behauptete, in Graz unterwegs zu sein.

In Wahrheit war der Häftling nach Wien gefahren. Dort wurde er schließlich von der Polizei aufgegriffen – er lag betrunken auf einer Parkbank. Jetzt sitzt der Mann wieder hinter Gittern.