Krems

Erstellt am 09. August 2016, 05:00

von Udo Sagl

Verzögerung: Hochhaus heiß umstritten. Ein schwieriges Bauprojekt: Das bereits abgesegnete Wienertor Center muss zurück in den Gestaltungsbeirat. Außerdem reißt die Kritik an der Größenordnung nicht ab.

Ursprüngliches Modell: So ist das Projekt Wienertor Center eingereicht worden. (Schaubild)  |  Göbl-Architektur ZT (Schaubild)

Überraschende Entwicklung im Bauverfahren für das Wienertor Center: Der Plan muss nochmals von Experten begutachtet und auf seine städtebauliche Verträglichkeit geprüft werden – und das, obwohl der zuständige Gestaltungsbeirat bereits grünes Licht gegeben hatte.

Was steckt dahinter? „Ganz einfach: Das ursprüngliche Projekt ist von den Bauherren selbst wieder verworfen worden“, erklärt Vizebürgermeister Gottfried Haselmayer. „Durch die Änderungen liegt nun ein neues Projekt auf dem Tisch, das neu zu bewerten ist.“

„Stimmt nicht!“, kontert Eduard Halmschlager namens der Projektgesellschaft. Es seien nur Details geändert worden. „Im Übrigen will ich dazu keinen weiteren Kommentar abgeben.“

Entscheidung soll im September fallen

Wie geht es nun weiter? Bürgermeister Reinhard Resch: „Im September ist die nächste Sitzung des Gestaltungsbeirats. Dann wird entschieden.“

Wie berichtet, soll auf dem Areal der einstigen Busgarage ein Gebäude mit einem Lebensmittelmarkt, Büros, Ordinationen und Wohnungen entstehen. Insgesamt steht eine Baufläche von 8.000 Quadratmetern zur Verfügung.

Die Bautafel steht schon, aber der Spatenstich muss warten.  |  Lechner, Göbl-Architektur ZT (Schaubild)

Inzwischen gibt es weiterhin Kritik an der großzügig bemessenen Größenordnung des Wienertor Centers. „Acht Stockwerke passen dort nicht hin: Ein kleiner Wolkenkratzer am östlichen Eingang zur Kremser Altstadt – eine wahre bauliche Schandtat!“, wettert FPÖ-Stadtrat Werner Friedl. Auch die UBK steht dem Hochhaus sehr kritisch gegenüber. Trotzdem scheint die Bewilligung nur noch Formsache zu sein.

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