Krems

Erstellt am 05. April 2017, 05:17

von Franz Aschauer

Kremser Disco-Taxi: Amt hat wenig Freude. Taxiunternehmen hat Bus mit Lasern und Nebelmaschine ausgerüstet. Für Sachverständigen während der Fahrt „unzulässig“.

Wie in einer Disko fühlt man sich im Neun-Sitzer.  |  Easy Taxi Krems

Eine nicht alltägliche Taxifahrt kann man mit Glück erleben, wenn man in einen Bus des Unternehmens „Easy Taxi“ einsteigt. Grund ist eine Innenausstattung, wie man sie sonst eigentlich nur aus Diskotheken kennt. Neben beweglichen Lasern, Lichterketten und einer Diskokugel findet man sogar eine kleine Nebelmaschine am Boden vor.

2.000 Euro für Technik und Nebelmaschine investiert

„Easy Taxi“-Geschäftsführer Fethi Hichri genießt mit seinem Disko-Taxi in Krems Monopolstatus. „Ich habe dabei vor allem an die Jugendlichen vor dem Fortgehen gedacht, wollte mich aber auch von den anderen Unternehmen abheben.“

2.000 Euro hat Hichri in die gesamte Lichttechnik und die Nebelmaschine investiert, die vom Taxifahrer auf Knopfdruck eingeschaltet werden können. Genehmigungen mussten dafür laut eigener Aussage keine eingeholt werden.

Amt hat keine Freude mit dem Kremser Disko-Taxi

Strahlten Laserpointer aus dem Disko-Taxi noch vor einigen Wochen auch auf die Fahrbahn aus, versichert Hichri das Problem mittlerweile behoben zu haben. „ Die Laser sind jetzt anders platziert. Es werden keine Verkehrsteilnehmer gestört“, erklärt Hichri.

Keine Freude mit dem Kremser Disko-Taxi hat das niederösterreichische Amt für Kraftfahrzeugangelegenheiten. „Während der Fahrt ist die Verwendung dieser Technik absolut unzulässig. Sie darf höchstens im Stand auf nicht öffentlichen Verkehrsflächen genützt werden“, heißt es seitens eines Sachverständigen.

War genau das vor einigen Wochen noch nicht der Fall, versichert Hichri, dass die Disko-Technik mittlerweile nicht mehr während der Fahrt verwendet wird.