Erstellt am 25. Februar 2016, 04:04

von Thomas Werth

Kremser Feuerwehr: Einsatz mit Kamera. Mitglieder der Feuerwehr Krems sind mit Helmkameras im Einsatz. Die Idee dahinter: Analyse, Prävention, Image-Optimierung.

An den Helmen montiert, liefern die Kameras authentische Aufnahmen von Einsätzen. Im Bild demonstrieren Daniel Reuter und Lukas Eibel das Equipment.  |  NOEN, Lechner

 Wer kein Mitglied bei der Feuerwehr ist, aber trotzdem wissen möchte, wie so ein Einsatz tatsächlich abläuft, dem liefert die Kremser Feuerwehr Bewegtbilder bequem auf den Bildschirm. Denn bei Einsätzen sind häufig Helmkameras in Verwendung, die das Geschehen aus der Ich-Perspektive aufzeichnen. So ist zuletzt der Wohnungsbrand im Bründlgraben (die NÖN berichtete) aus der Sicht von zwei Kameraden online gestellt worden.

Die Idee dahinter ist aber nicht neu. „Wir haben vor zweieinhalb Jahren mit dem Einsatz von Helmkameras begonnen und wollen das nun intensivieren“, erklärt Kommandant Gerhard Urschler. Denn daraus ergeben sich gleich mehrere Vorteile. „Wir nutzen die Videos für Schulungszwecke und können die Einsätze analysieren. Auch für Jüngere sind diese Videos wichtig, weil sie den Ablauf bei einem Brandereignis sehen können“, so Urschler.

„Das Feedback ist positiv“

Mit den für das Internet aufbereiteten Filmen erhofft sich Urschler weiters nicht nur einen Image- („das Feedback ist positiv“), sondern auch einen Präventions-Effekt: „Dadurch sieht man, wie eine brennende Wohnung nach fünf Minuten aussieht. Da kommt der eine oder andere vielleicht ins Grübeln, ob nicht ein Rauchmelder sinnvoll wäre.“

Wichtig sei es, dass bei den geschnittenen Aufnahmen, die im Internet landen, die Privatsphäre geschützt werde. „Es gibt einen internen Kodex, was gezeigt werden darf und was nicht“, erklärt Urschler. Dass künftig aber jeder Brand aus der Ich-Perspektive öffentlich zu sehen sein wird, hält Urschler für unwahrscheinlich: „Es kommt drauf an, wo der Brand passiert.“ Gerade bei Firmen sei eine Freigabe eher schwierig.

Übrigens: Zwei Kameras wurden im Einsatz bereits zerstört.