Erstellt am 26. April 2016, 04:44

von Thomas Werth

Kremser FH-Hilfe für Deutschland. Kremser Fachhochschule soll Konzept für Hochschule in Wertheim erarbeiten.

Von großem Medienecho wurde die Vertragsunterzeichnung in Wertheim begleitet. Im Bild: IMC-Geschäftsführer Karl Ennsfellner, Oberbürgermeister Stefan Mikulicz (vorne), IMC-Aufsichtsratsvorsitzender Heinz Boyer (hinten, Dritter von links) mit Vertretern der Kreisstadt.  |  NOEN, Stadt Wertheim

Eine große Ehre für die IMC Fachhochschule Krems: Der Gemeinderat der Kreisstadt Wertheim im deutschen Baden-Württemberg hat sie einstimmig damit beauftragt, ein Erstkonzept für die Gründung einer Hochschule zu erstellen.

Insgesamt 400 Hochschulen wurden eingeladen, ein Konzept zu erarbeiten, zu Beginn der Vorwoche trocknete allerdings die Unterschrift der Kremser FH-Verantwortlichen auf dem Vertrag. Einen ersten Kontakt gab es bereits im November des Vorjahres, wie IMC FH-Aufsichtsratsvorsitzender Heinz Boyer schildert: „Der Bürgermeister war zu Besuch bei uns in Krems und er war begeistert von dem, was er gesehen hat.“ Im Jänner hat der Ältestenrat dann eine Krems-Delegation nach Wertheim geladen, zum Schluss wurde das Konzept dem Gemeinderat vorgestellt.

Konzept soll im Sommer ausgearbeitet sein

Bis zum Sommer soll das Konzept ausgearbeitet werden, das im Anschluss der Landesregierung Baden-Württemberg vorgelegt wird. Darin sollen eine Bedarfsanalyse, die Beschreibung der Kurzprofile möglicher Studiengänge für die Startphase der Hochschule sowie die Themenfelder Organisation, Infrastruktur, Personal und Finanzierung sowie die Klärung der rechtlichen Aspekte für die Gründung enthalten sein. Das Ziel ist, 2018 mit dem Hochschul-Betrieb zu beginnen.

„Für uns ist das eine Riesen-Chance. Es herrscht dort Vollbeschäftigung, alleine zehn Weltmarktführer sind in Wertheim beheimatet“, spricht Boyer über jene Stadt, die viele Gemeinsamkeiten mit Krems hat: Von der Größe, über die Zahl der Einwohner, bis zur Entfernung zur nächsten Großstadt (Wien beziehungsweise Frankfurt). Allerdings gibt es dort noch keine Hochschule. „Mit unserer Hilfe soll sich das ändern“, so Boyer. Die Wertheimer FH soll wie in Krems eine GesmbH werden. „Wir würden uns auch dort beteiligen, weil es so interessant ist“, erklärt Boyer.

Die Kooperation kann sich in weiterer Folge auch sehr positiv für die Kremser Studierenden auswirken. „Auch für das Land Niederösterreich als Partner für künftige Projekte ist die Zusammenarbeit mit Wertheim eine Riesenchance“, betont der IMC FH-Aufsichtsratsvorsitzende.