Erstellt am 13. Oktober 2015, 05:57

von Thomas Werth

Kremser Parksheriffs: "Wollen lückenlosen Übergang". Großteil der Parksheriffs könnten vom ÖWD übernommen werden. Zufriedenheit über Kontroll-Start in Stein.

Ab Jänner 2016 wird auch in der Steiner Kurzparkzone bei den Parkuhren ganz genau hingesehen.  |  NOEN, Johann Lechner
Mit 1. Jänner übernimmt, wie berichtet, der Österreichische Wachdienst (ÖWD) die Kontrolle der Parkplätze der diversen Kremser Zonen. Doch auf die Frage, wie man das „heiße Pflaster“ künftig angehen möchte, gibt es derzeit nur Schweigen. Hintergrund ist eine Stillhaltefrist im Vergaberecht, die noch bis 16. Oktober greift.

Dennoch wird bereits gemunkelt, dass der Großteil der Kremser Securitas-Belegschaft vom ÖWD übernommen wird. „Es war bisher eigentlich immer Usus, dass die Mitarbeiter von der neuen Firma übernommen werden. Schließlich haben sie ja Straßenkenntnisse“, erklärt etwa Verkehrsstadtrat Alfred Scheichel.

Parksheriffs wandern auf "schmalem Grat"

Auch Hannes Zimmermann vom Magistrat rechnet damit, dass nicht allzu viele neue Parksheriffs in Krems kontrollieren werden. „Wir wollen jedenfalls einen lückenlosen und unspektakulären Übergang. Ich denke, beide Unternehmen sind Profi genug, dass sie das auch schaffen können.“

Obwohl die Parksheriffs von Securitas häufig in der Kritik waren, ist Scheichel nicht unzufrieden mit der Arbeit gewesen: „Sie haben einen guten Job gemacht und sich an die gesetzlichen Vorschriften gehalten.“ Dass oft kritisierte „fehlende Feingespür“ sei für Scheichel schlussendlich ein schmaler Grat, auf dem die Parksheriffs wandern. „Kompromisse eingehen und den einen oder anderen ungestraft fortfahren zu lassen, ist in dieser Branche halt nun einmal schwierig. Da bin ich auch eher dafür, sich strikt an die gesetzlichen Bestimmungen zu halten.“

Freude, dass nun auch in Stein kontrolliert wird

Froh ist Scheichel vor allem darüber, dass mit 1. Jänner nun auch in Stein erstmalig kontrolliert wird – die Überwachung der Steiner Kurzparkzone war bislang nicht Teil des Vertrags. „Das war ein Anliegen der Steiner Bevölkerung und wird bestimmt eine Erleichterung für sie sein.“

Damit hätte dann das Schummeln ein Ende: Denn häufig sei auf den rund 580 Parkplätzen Parkuhren nachgedreht worden oder sogar Scheiben verwendet worden, bei denen sich die Zeiger mitdrehen.

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