Erstellt am 17. November 2015, 04:48

von Thomas Werth

Kremser RK-Bezirksstelle: Probleme beim Neubau. Die Leitung der Kremser Bezirksstelle wartet seit Monaten für das dringend notwendige Bauvorhaben auf die Zustimmung aller 25 betroffenen Gemeinden.

2017 soll die neue Bezirksstelle des Roten Kreuzes eröffnet werden, doch bislang fehlt noch die Zustimmung aller Gemeinden.  |  NOEN, Lechner

"Bitte warten!" heißt es derzeit für die Verantwortlichen der Kremser Rot-Kreuz-Bezirksstelle, denn noch immer haben nicht alle Gemeinden ihre im Vorfeld notwendige Zustimmung für den geplanten Neubau gegeben. „Wir haben nicht gerechnet, dass es damit Probleme geben könnte“, gibt Bezirksstellenleiter Johann Paul Brunner zu.

Zustimmung mancher Gemeinden fehlt noch

Dabei sind die 25 im Zuständigkeitsbereich der Bezirksstelle liegenden Kommunen bereits vor vielen Monaten über ihren jeweiligen Kostenanteil informiert worden. „Manche haben dies sofort in der nächsten Gemeinderatssitzung beschlossen, andere eben nicht“, erklärt Brunner. Von welchen Gemeinden noch ihre Zustimmung fehlt, darüber hüllt sich Brunner in Schweigen. „Wir müssen noch etwas Überzeugungsarbeit leisten, sind aber zuversichtlich, dass wir die Zustimmung erhalten werden. Es würde nicht hilfreich sein, die Gemeinden beim Namen zu nennen“, so Brunner, der aber auch betont: „Theoretisch könnte eine einzige Gemeinde das Projekt verhindern.“

Neubau kostet 4,2 Millionen Euro

Die 25 Gemeinden müssen gesamt ein Drittel des, laut aktuellem Plan und gemäß Normkostenmodell, rund 4,2 Millionen Euro teuren Neubaus tragen. Die restlichen beiden Dritteln teilen sich das Land und das Rote Kreuz. Da das Normkostenmodell allerdings nur die bestehenden Ressourcen berücksichtigt, müssen Investitionen für die Zukunft (etwa mehr Garagen für einen noch wachsenden Fuhrpark) alleine vom Roten Kreuz gestemmt werden.

Es wird mit Mehrkosten von etwa einer Million Euro gerechnet. „Alles andere würde aber keinen Sinn machen, da wir sonst in wenigen Jahren wieder akute Platzprobleme haben werden“, erklärt RK-Organisationsleiter Manfred Türk.“

Gerüchteweise soll aber nicht nur die in Gemeinden angespannte finanzielle Situation an der fehlenden Zustimmung schuld sein, es soll auch politisches Kalkül dahinter stecken (etwa durch Ausbau des Pflegeangebots des RK). Brunner wollte dies nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren.