Krems

Erstellt am 12. Oktober 2016, 04:22

von Jutta Hahslinger

Mutter mit Kind auf Straße gesetzt. „Geh mir aus den Augen“, schrie Eifersüchtiger und warf Barfüßige mit Baby vor die Tür.

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„Ich habe geglaubt, sie hat eine Affäre. Wir stritten und sie schrie mir entgegen, sie habe keine Gefühle mehr für mich. Da setzte es aus bei mir. Ich wollte nur mehr, dass sie mir aus den Augen geht. Als sie die Wohnung nicht verließ, habe ich sie in meiner Wut gepackt und gewaltsam rausgeschoben“, gibt der 23-Jährige vor Gericht zu.

Er bedauert seinen Ausraster und beteuert: „Ich habe in meinem Zustand gar nicht registriert, dass sie unseren Sohn im Arm hält. Es tut mir sehr leid und ich trinke seit dem Vorfall keinen Tropfen mehr.“

Mit dem Kleinkind im Arm, ohne Schuhe stand die leicht bekleidete Mutter (19) bei Regen und vor Kälte bibbernd vor dem Mietshaus auf der Straße. Alarmierte Familienangehörige retteten die 19-Jährige dann aus der misslichen Situation.

"Mache eine Therapie"

„Jetzt ist wieder alles gut, wir haben uns versöhnt. Ich trinke nicht mehr und mache eine Therapie“, sagt der 23-Jährige. Richter Michael Marvan verhängt über den bislang unbescholtenen Kremser vier Monate auf Bewährung und erteilt ihm ein Alkoholverbot.

Weiters muss der 23-Jährige die begonnene Therapie fortsetzen.