Erstellt am 30. November 2016, 15:36

Ökologische Fachtage in der Gartenbauschule. Wieder einmal mehr stand die Gartenbauschule Langenlois, das Kompetenzzentrum für Gartenbau, Floristik und Gartengestaltung im internationalen Blickfeld.

Claudia Strobl, Natur im Garten; Gernot Waiss, Österreichische Bundesforste; Katharina Haider, Natur im Garten; Franz Fuger, Gartenbauschule Langenlois; Karin Trauner,  Die Garten Tulln; Erwin Seidemann, Blumenpark Seidemann, Tirol; Annegret Schmitt, Julius Kühn-Institut, D; Andreas Steinert, GARTENleben; Fiona Kiss, Natur im Garten; Jörg Lohaus, Franz Kranzinger GmbH, S; Eckhard Koch, Julius Kühn-Institut, D; Thomas Uibel, Die Garten Tulln  |  Leopold Mayrhofer, Natur im Garten

Bereits zum siebten Mal fand das internationale „Natur im Garten“-Treffen im Bereich der ökologischen Pflege von Gärten und Grünräumen statt. Fachexperten aus dem In- und Ausland präsentierten den über 200 begeisterten Teilnehmerinnen und Teilnehmer den neuesten Stand der Forschung und aktuelle Erfahrungen aus der Praxis der naturnahen Gartenbewirtschaftung.

Am 23. und 24. November 2016 wurden die 7. Internationalen Fachtage Ökologische Pflege der niederösterreichischen Aktion „Natur im Garten“ in der Gartenbauschule Langenlois durchgeführt. Dir. Franz Fuger betont: „Das vielseitige Programm mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktische Erfahrungen, sowie Übungen, ist für jede Teilnehmerin und Teilnehmer in der täglichen Arbeit sehr hilfreich.“

Vorträge im Bereich Erkennung und Reduktion

Drei Schwerpunkte bildeten die diesjährigen Fachtage: Pflanzenschutz, Diagnostik von Schadorganismen und Biodiversität.

Im Bereich der Erkennung und Reduktion von Schädlingen und Krankheiten gab es Vorträge u.a. durch das Julius Kühn-Institut aus Deutschland und der Universität für Bodenkultur Wien über neue biologische Bekämpfungsmethoden sowie Strategien zur Reduktion des Kupfereinsatzes und  Diagnostik mit dem freien Auge, der Lupe und dem Mikroskop.

In einem breit angelegten Praxisblock am zweiten Tag wurden die TeilnehmerInnen durch die Universität für Bodenkultur, das Bundesforschungszentrum für Wald, das Austrian Institute Of Technology und „Natur im Garten“ geschult und informiert. Ein Praxisbericht über Brühen und deren Anwendung im Zierpflanzenbau ergänzte das Thema perfekt.

"Viel Zeit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung"

Dass Biodiversität nicht nur in der freien Landschaft, sondern auch in Gemeinden und Gärten ein Thema ist, machte der zweite Schwerpunkt deutlich. Artenvielfalt auf begrünten Dächern, auf DER GARTEN TULLN, Umgang mit „neuen“, eingeschleppten Pflanzen und richtig gebaute Nützlingshotels wurden präsentiert. Zudem ein Beitrag, der deutlich machte, dass viele seltene Arten eher in bebauten und bewohnten Gebieten Rückzugsmöglichkeiten finden, als in der ausgeräumten Agrarlandschaft.

Torffreie Erden, Bio-Balkonkisterl und ein grandioser Abschlussvortrag über die unglaubliche Welt der Schleimpilze rundeten die Vorträge wunderbar ab.

Neben den fachlichen Präsentationen bot sich den teilnehmenden ExpertInnen und Interessierten auch viel Zeit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung. Aussteller und Pflanzenschutzfirmen präsentierten ihre Schwerpunkte für 2017 und boten zusätzlichen Informationsgewinn. Am Büchertisch konnte als Ergänzung Fachliteratur zu den angebotenen Themen erworben werden.