Krems

Erstellt am 06. April 2017, 05:09

von Jutta Hahslinger

Fahrt unter Drogen führt direkt in Knast. Suchtkranker Lerchenfelder fuhr gestohlenen Kleinbus einer Bäckerei zu Schrott. Nun erwartet ihn Zwangstherapie im Gefängnis.

Symbolbild  |  Mastaco/Shutterstock.com

„Die letzten zwei Jahre ist der Drogenentzug nicht gelungen. Ich hätte mich schon viel früher um eine Langzeittherapie kümmern müssen, aber die ist nicht so leicht zu bekommen“, meint der 31-jährige Lerchenfelder vor Gericht. Er gibt zu, sich in den letzten Monaten mindestens einmal in der Woche „die Dröhnung mit Benzos und Alkohol“ gegeben zu haben.

Benebelte Fahrt endete im Kreisverkehr

Auch am 23. Jänner dieses Jahres habe ihn das Verlangen nach Drogen aus der Wohnung getrieben, um sich Suchtgift zu beschaffen. Auf der Drogensuche habe er in Rohrendorf einen Kleinbus einer Bäckerei gestohlen.

Die alkohol- und suchtmittelbenebelte Fahrt habe dann in einem Kreisverkehr in Kollersdorf geendet, erzählt der 31-Jährige. „Nüchtern hätte ich das niemals gemacht. Es tut mir sehr leid“, beteuert er und entschuldigt sich beim Besitzer, der einen Schaden am Kleinbus von 8.000 beklagt.

Für den mehrfach vorbestraften Lerchenfelder gibt es diesmal kein Pardon: Er wird wegen des unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Weiters werden bedingte Strafnachsichten von insgesamt 16 Monaten widerrufen. „Vielleicht hilft Ihnen eine Langzeittherapie hinter Gittern, um von den Drogen wegzukommen“, meint die Richterin.