Erstellt am 17. Februar 2016, 04:34

von Jutta Hahslinger

Liebe nahm böses Ende. Verlassener Further überschüttete Ex und deren Neuen mit Drohungen: „Ich war so hasserfüllt und wollte mich rächen“, gab er im Prozess zu.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

„Ich war so verliebt in diese Frau. Aber sie hat mich nur nach Strich und Faden fertiggemacht und ausgenutzt“, kommt es verbittert von einem 38-Jährigen vor Gericht.

Die Träume des Furthers von einer gemeinsamen Zukunft mit einer 40-jährigen Wifi-Trainerin in St. Pölten platzten schon nach einigen Wochen: „Sie war nur noch nett, wenn sie was gebraucht hat“, seufzt der 38-Jährige und er gibt zu, dass er die Angebetete dann per SMS mit Hasstiraden überschüttet hat.

„Dein Charakter ist mit
einer Kakerlake gleichzusetzen."

Unter anderem teilte er ihr mit: „Dein Charakter ist mit einer Kakerlake gleichzusetzen. Das wird dir noch bitter leidtun, du arrogante Kreatur. Eine Trainerin weniger in St. Pölten. Verlass dich drauf. Konsequenzen werden folgen!“ Er schickte dann eine E-Mail an den Arbeitgeber der 40-Jährigen, worin er mitteilte, dass die Ausbildnerin eine Alkoholikerin sei und eine abartige Persönlichkeit habe.

„Ich wollte mich rächen und sie auch fertigmachen. Ich war so hasserfüllt“, gesteht der Mann und sieht im Beziehungsende auch den Auslöser für seinen Rückfall in die Alkoholsucht. Er sei jetzt wieder in Behandlung und mache auch ein Antiaggressionstraining, beteuert der Beschuldigte.

Der Further wird wegen gefährlicher Drohung und versuchter Nötigung zu einer unbedingten Geldstrafe von 240 Euro und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Er muss sich zudem einer Suchttherapie unterziehen und dem Opfer 1.000 Euro zahlen. Nicht rechtskräftig.