Erstellt am 19. April 2016, 04:14

von Gertrude Schopf

Mahnmal St. Lorenz: "Nachdenken richtig". Das großformatige Gedenkbild am Welterbesteig oberhalb von St. Lorenz regt auf und polarisiert.

Das »Mahnmal Friedenskreuz«  |  NOEN, Christian Leneis

Erschrecken, Erstaunen, Betroffenheit und dann oft Kopfschütteln und Ärger: Die Reaktionen der Wanderer, die am Welterbesteig dem „Mahnmal Friedenskreuz“ gegenüberstehen, sind gespalten. Es könnte sogar der Gedanke an Wiederbetätigung entstehen.

Wie berichtet, wurde vor das bestehende Kreuz, das an eine Kampftruppe des Zweiten Weltkriegs erinnert, eine Metallgewebewand gesetzt, die eine künstlerische Fotomontage aus dem Jahr 1933 zeigt. Einer, der mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hält, ist Altweinhauer Franz Zottl aus Weißenkirchen.

x  |  NOEN, Christian Leneis

„Es ist richtig darüber nachzudenken, warum es damals so weit gekommen ist. Aber noch wichtiger ist es, sich Gedanken zu machen, wie die Situation heute ist“, sieht er in der Installation eine „Themenverfehlung – noch dazu mit öffentlichen Geldern finanziert“. Und hat überlegt, Anzeige zu erstatten.

Die Gemeinde Rossatz-Arnsdorf hat das Kunstwerk in Kooperation mit dem Arbeitskreis Wachau und der Landesstelle „Kunst im öffentlichen Raum“ initiiert. Bürgermeister Erich Polz sieht die Sache pragmatisch: „Ein Kunstwerk soll Reaktionen hervorrufen ...“