Krems

Erstellt am 21. Oktober 2016, 01:20

von Franz Aschauer

Kremser Grüne fragen nach Stimmung vor Wahl. Per Telefon werden derzeit Fragen zur Stadtpolitik gestellt. Auftraggeber dieser Aktion sind die Grünen.

Innenstadt- und Kulturthemen sind Schwerpunkte der vier Wochen andauernden Telefonumfrage.  |  NOEN, Bacho/Shutterstock

Unklarheit herrschte in der Vorwoche über eine Umfrage zur Stadtpolitik. „Uns ist auch schon davon berichtet worden, wir sind aber nicht der Urheber“, war auch ÖVP-Gemeinderat Thomas Höhrhan ratlos. Ebenfalls Rätselraten herrschte bei der SPÖ: „Von uns ist sie jedenfalls nicht“, so Stadträtin Eva Hollerer. Auch für die Bevölkerung stand ein großes Fragezeichen hinter der Umfrage, so entbrannten in den sozialen Netzwerken bereits Diskussionen über den Auftraggeber.

Schlussendlich offenbarten dann die Grünen, dass sie hinter der Meinungsumfrage stehen. „Wir wollen ein Jahr vor der Gemeinderatswahl ein Stimmungsbild haben und wissen, was die Leute über gewisse Themen denken“, erklärt Grünen-Gemeinderätin Sandra Mayer die Beweggründe für die Umfrage. „Wir teilen uns die Finanzierung mit der Landespartei auf, die ein Drittel übernimmt.“

1.200 Kremser sollen befragt werden

Schwerpunkte liegen laut Mayer auf dem Parkplatzthema sowie auf Innenstadt und Kultur. „Für uns ist die Laufzeit der Kulturverträge total übertrieben, also wollen wir wissen, wie viele Kremser die kulturellen Einrichtungen überhaupt nutzen“, so Mayer. „Aber auch das von uns initiierte E-Car-Sharing wird angesprochen. Es ist mir wirklich wichtig herauszufinden, wie das bei den Leuten ankommt und ob sie überhaupt mitbekommen haben, dass es so etwas in Krems gibt.“ Ebenfalls enthalten ist die klassische Sonntagsfrage („Wen würden sie kommenden Sonntag wählen?“).

Laut Mayer ist die Durchführung der Umfrage bis Ende Oktober angesetzt. 1.200 Kremser sollen befragt werden, man erhofft sich daraus 400 aussagekräftige Meinungen. „Letzten Endes dient uns die Umfrage als gute Orientierung, und uns wird aufgezeigt, wo wir noch nachhaken müssen“, so Mayer.