Erstellt am 30. Mai 2016, 05:04

von NÖN Redaktion

Millimetergenau: Modernisierung im voestalpine Werk. Im voestalpine Werk in Krems steht seit Februar Europas die modernste Profilieranlage für Spezialrohre und -profile. Über fünf Millionen Euro wurden in diese investiert.

Diesen Februar wurde in Krems die modernste Profilieranlage zur Herstellung von Stahlrohren und -profilen eröffnet.  |  NOEN, voestalpine
Ob Rohre für Traktor- und Hubstapler-Kabinen, Unterkonstruktionen für Photovoltaik-Anlagen oder als hinterer Anfahrschutz für Autos – die am Standort Krems produzierten Stahlrohre des Konzerns voestalpine
sind vielseitig einsetzbar.

Seit Februar dieses Jahres werden diese nun in der modernsten Profilieranlage Europas gefertigt. „Wir haben mehr als fünf Millionen Euro in die neue Anlage investiert und konnten diese nach mehreren Monaten Bauzeit erfolgreich in Betrieb nehmen“, erklärt Peter Schwab, Vorstandsmitglied der voestalpine
AG und Leiter der Metal Forming Division, die ihren Sitz Auf den Millimeter genau ebenfalls in Krems hat.

Damit ist die voestalpine weiterhin weltweiter Marktführer in der Produktion von komplexen, kaltgewalzten Stahlrohren und -profilen. 

Technik wie bei der Formel 1 

Doch was macht die neue Anlage zur modernsten Europas? Einerseits habe diese eine neuartige, intelligente Antriebstechnik, die das Schlupfen des Stahlbandes verhindern soll. „Das funktioniert ähnlich wie bei der
Formel 1“, meint Schwab. Andererseits werde diese mit einer energieoptimierten Hydraulik betrieben: Die Maschine läuft nur dann auf voller Leistung, wenn das auch wirklich benötigt wird und verfällt ansonsten
in den Standby-Modus.

„In Kombination mit dem intelligentenAntriebssystem können wir jährlich so viel Strom einsparen wie rund 300 Haushalte  brauchen und sparen damit 176 Tonnen CO2“, sagt Schwab. Läuft die Profilieranlage, werden
in dieser Schritt für Schritt aus Stahlbändern Rohre oder Profile geformt. „Wir machen die Profile in der neuen Anlage nach individuellen Kundenwünschen und können auch sehr komplexe Lochbilder bis auf den Zehntelmillimeter genau stanzen“, erklärt Schwab.

Anlage läuft bereits auf Hochtouren

Die neue Anlage läuft bereits auf Hochtouren. So ist sie schon dauerhaft zweischichtig ausgelastet.
„Weil einige Großaufträge anstehen, planen wir sogar eine dritte Schicht“, sagt Schwab. Am Standort Krems sind derzeit mehr als 800 Mitarbeiter und 36 Lehrlinge beschäftigt. Der Umsatz betrug hier zuletzt über 280 Millionen Euro.