Weißenkirchen in der Wachau , Spitz

Erstellt am 27. August 2017, 06:08

von Gertrude Schopf

Weißenkirchen: Statt „Holzauge“ steinernes Kunstwerk. Vom Faschingsscherz zum Kunstwerk: Weißenkirchen bekommt ein steinernes „Wachauer Auge“.

Von Erich Giese stammt ein „Auge-Bild“, auf dem er auch die vier Wachauorte bildlich festgehalten hat. Es wird für einen karitativen Zweck versteigert.  |  privat

Es war im Fasching 2015, als die „Mutterstammtischrunde“ aus Spitz rund um Raimund Denk am Faschingsumzug in Weißenkirchen teilnahm und ihrem Nachbarort ein pointiertes Geschenk mitbrachte.

Aussehen noch streng geheim – Waltraut Haas als Patronin

Als „Gegenstück“ zur „Wachauer Nase“, jenem vier Meter hohen Kunstwerk, das am gegenüberliegenden Ufer bei der Fährenanlegestelle St. Lorenz 2014 von der Künstlergruppe Gelatin aufgestellt worden war, errichteten die Spitzer im Park bei der Rollfähre in Weißenkirchen, in Sichtweite der „Nase“, das „Wachauer Auge“. Es war auf Holz gemalt, stand auf einem Holzsockel, war sogar drehbar und machte sich eigentlich ganz gut an dieser Stelle.

Es gab in der Folge tatsächlich Diskussionen, ob man dieses „Kunstwerk“ nicht offiziell „anerkennen“ und auf eine stabilere Basis stellen sollte. Dann tat die Witterung das Ihre, und das hölzerne Auge wurde vor etwa einem Jahr entfernt. Aber die Idee hatte sich in den Köpfen festgesetzt – und nun wird das „Wachauer Auge“ tatsächlich Kunst: Der Bildhauer Rudi Glantschnig, Wahlweißenkirchner, hat ein neues Auge designt, witterungsbeständig ganz aus Marmor – das Aussehen wird noch streng geheimgehalten.

„Wir haben ein ,Augen-Komitee’ gebildet, das sich um Sponsoren gekümmert hat, und organisieren nun am 3. September die ,Enthüllung’ und Segnung des Kunstwerks“, berichtet Gemeinderat Andreas Pell. Als „Patronin“ konnte Schauspielerin Waltraut Haas gewonnen werden. Im Anschluss an den Festakt wird im Heurigenlokal Mang ein „Auge-Bild“ von Wachaumaler Erich Giese versteigert.