Erstellt am 07. Oktober 2015, 07:02

von Rupert Kornell und Karl Pröglhöf

Neue Modellbahnwelt im Erlebnisgarten?. Erlebnisgärtner Reinhard Kittenberger will in Schiltern mit einem Investor eine „Modellbahnwelt“ auf die Beine stellen, die Garser „Bastler“ sollen dort einziehen.

Erlebnisgärtner Reinhard Kittenberger will in Schiltern eine Modellbahnwelt errichten.  |  NOEN, Foto: H. Lechner
Das Miniaturwunderland in der Hamburger Speicherstadt ist die bedeutendste Besucherattraktion der Hansestadt. Die größte Modelleisenbahnanlage der Welt hat der Reeperbahn längst den Rang abgelaufen. Pro Jahr kommen mehr als eine Million Gäste aus aller Welt.

Erlebnisgärtner Reinhard Kittenberger plant nun, Ähnliches in Schiltern auf die Beine zu stellen.
Die Idee ist entstanden, weil der Modellbauverein, nicht zuletzt aus finanziellen Gründen, aus dem zweiten Stock des ehemaligen Buhl-Baumarktes ausziehen muss. Seit gut acht Jahren werken die Modellbauer dort, wo ihnen vom Besitzer, der Immobilien GmbH, zu deren Gesellschaftern unter anderem Nationalrat Werner Groiß gehört, an die 700 m² überlassen wurden.

„Ohne Miete“, wie Groiß betont und wie auch Vereinsobmann Bernhard Smöch bestätigt. „Es waren nur die Betriebskosten zu bezahlen.“ Diese beliefen sich immerhin auf 25.000 Euro im Jahr. „Und das ist für den Verein nicht weiter finanzierbar“, wie Smöch erklärt. Auch Modellbau-Fan Max Hengl, der dort auch einen Shop betreibt, griff dem Verein großzügig unter die Arme. „Aber ich will nicht mehr“, erklärt er auf NÖN-Anfrage.

Zukunft der Modellbauer liegt in Schiltern

Die Zukunft könnte also jetzt in Schiltern liegen, genauer gesagt bei Reinhard Kittenberger und seinen weithin bekannten Erlebnisgärten. Die will er um eine weitere Attraktion bereichern. Er bezeichnet sie als „Vision Schiltern 2020“ und kann sich vorstellen, dass in die neue „Modellbahnwelt“ die Garser gleichsam mit Sack und Pack in eine noch zu errichtende etwa 1.300 m2 große Halle einziehen. „Ich mache das nicht selbst“, stellt Kittenberger klar, „ich sorge nur für einen Investor, der das Projekt realisiert.“ Der scheint auch gefunden zu sein, denn sonst hätte man keine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. „Es schaut gut aus“, gibt Kittenberger zu, „2016 könnten wir starten.“

Insider wollen wissen, dass die „Modellbahnwelt“ zum einen auf schon vorhandene Bauten der Garser wie das St. Pöltner Regierungsviertel, das Volksfest Krems und den Kletterfelsen bei Dürnstein zurückgreift, zum anderen etwa die Mariazellerbahn oder das Loisium Langenlois neu gebaut werden – und natürlich ebenfalls mit vielen detailgetreuen Nachbildungen.