Erstellt am 16. Februar 2016, 14:29

von Thomas Werth

Neue "Taferl" für Kremser Taxis. Taxis und Mietwagen sollen eine spezielle Kennzeichen-Endung erhalten. Somit soll Wildwuchs an illegalen Autos eingedämmt und Kunden bessere Übersicht geboten werden.

Im März soll in Krems eine Verordnung in Kraft treten, wodurch offizielle Taxis und Mietwagen anhand einer speziellen Endung von jenen ohne Gewerbe unterschieden werden können.  |  NOEN, Fotomontage: NÖN

Wer Taxis in Krems benutzt, kennt vermutlich die Situation: Beim Bahnhof, Schiffanlegestelle oder nach Veranstaltungen erwarten Fahrzeuge unterschiedlicher Unternehmen potenzielle Kunden. Ob diese aber auch konzessionierte Betriebe sind, ist dabei nicht immer klar.

Vermutlich mit März soll dies nun übersichtlicher werden – zumindest bei Kremser Betrieben. Denn Bürgermeister Reinhard Resch hat auf Initiative der Taxi-Innung eine Verordnung beauftragt, die Anfang März kundgetan werden soll. Demnach sollen legale Taxis und Mietwagen an einer speziellen Kennzeichen-Endung erkennbar sein – „TX“ für Taxis und „MW“ für Mietwagen.

Laut Resch werden davon sowohl Kunden als auch Unternehmen profitieren: „Die Kunden können dann darauf vertrauen, dass sie bei solchen Fahrzeugen einen definierten Qualitätsstandard mit überprüftem technischen Zustand vorfinden. Unternehmer profitieren, da man sofort erkennen kann, ob jemand eine entsprechende Berechtigung hat.“

„Jeder soll am selben Stockerl stehen"

Wirtschaftskammer-Bezirksvertrauensmann Josef Rittner freut sich über diese Maßnahme: „Diese sollte ohnehin österreichweit eingeführt werden.“ Dass dadurch Einmalkosten auf die Taxiunternehmen zukommen, sei kein Problem („es ist ja für alle gleich“), vielmehr würde es für Gerechtigkeit in der Branche sorgen. „Jeder soll am selben Stockerl stehen. Was aber jeder aus dem Stockerl macht, ist dessen Problem“, betont Rittner.

Daher begrüßt er auch die Registrierkassenpflicht in Taxis, denn derzeit gebe es noch zu viele schwarze Schafe: „Da fahren welche tagsüber als Mietwagen und abends montieren sie das Taxischild. Andere betreiben mit zwei offiziellen Mitarbeitern acht Taxis.“

Die Verordnung bringt zwar Chancengleichheit unter Kremser Betrieben; sobald sich aber im Bezirk gemeldete Autos ohne entsprechende Kennzeichen-Endung daruntermischen, ist es damit schon wieder vorbei. Daher hofft Rittner, dass die Verordnung, die auch in einigen anderen Bezirken in NÖ bereits gilt, ausgeweitet wird. Bezirkshauptmann Elfriede Mayrhofer dazu: „Zurzeit ist bei uns kein Wunsch auf eine bezirksweite Regelung gemeldet worden. Sollte ein derartiges Ersuchen an uns gerichtet werden, werden wir ein Ermittlungsverfahren einleiten und die Angelegenheit prüfen.“