Erstellt am 18. April 2016, 12:02

von Freiwillige Feuerwehr

Öl in der Krems: FF rückte aus. Die Polizei infromierte am Sonntagabend die Kremser Florianis um 18 Uhr über ein Öltreiben auf dem Kremsfluss in Rehberg (ebenfalls Bezirk Krems). Die Feuerwachen Rehberg, Hauptwache und Stein sowie die Schadstoffgruppe der Feuerwehr Krems rückten aus.

 |  NOEN, FF Krems/Manfred Wimmer
Die Florianis fuhren mit mehreren Fahrzeugen zu diesem Einsatz, der sich laut einer Aussendung "als sehr personal- und materialintensiv erweisen sollte". Zudem verständigte man die zuständige Wasserrechtsbehörde, Karl Hallbauer vom Magistrat informierte auch die Bezirkshauptmannschaft.



In einem ehemaligen Industriebetrieb war es zu einem Austritt großer Mengen an Maschinenöl aus einem Tank gekommen. Dieses breitete sich zunächst in der Halle aus und gelangte dann über einen Kanal in den Kremsfluss.

Die eingetroffenen Feuerwehrkräfte versuchten parallel zu den polizeilichen Ermittlungen, das Kanalrohr von außen dicht zu setzen. Dazu rüsteten sich mehrere Kameraden mit Schutzanzügen aus. Diese konnten jedoch aufgrund der starken Verschmutzung des Betonrohres durch Erdreich und Schlamm nicht weit vordringen.

Im Halleninneren wurden durch Aufbringen von großen Mengen an Ölbindemittel die Einläufe des Gebäudes provisorisch dicht gemacht.

Strömender Regen erschwerte die Arbeiten

Zur Abschirmung des in das Gewässer drängenden Öls errichteten die Feuerwehrleute vor der Einmündung des Kanalrohres einen Damm. Innerhalb dieser Barrikade wurde das Öl ebenfalls gebunden und ein weiteres Eindringen in den nahe gelegenen Kremsfluss verhindert.

Parallel dazu errichtete die Kremser Feuerwehr Ölsperren am Fluss im Ortsgebiet Krems (Pfandlwehr und Bertagnoli-Wehr), die BH beauftragte die Theißer Florianis mit dem Setzen einer Ölsperre auf Höhe der Kremsbrücke. Das Wetter erschwerte die Arbeiten speziell, denn während des gesamten Einsatzes herrschte strömender Regen.

In Absprache mit den Behörden wurde ein Entsorgungsunternehmen mit der Absaugung des Öls beauftragt. Die Feuerwehr Krems unterstützte die Fachfirma durch die Bereitstellung der erforderlichen Beleuchtung und das Ausspülen der betroffenen Bereiche.

Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Aufgrund der starken Verschmutzung der Schutzbekleidungen und der Einsatzgeräte durch das einzudämmende Öl war es auch notwendig, Vorkehrungen für die Dekontamination der Einsatzkräfte und ihrer Ausrüstung zu treffen.

Bis in die Morgenstunden verblieb ein Tanklöschfahrzeug samt Mannschaft am Einsatzort, um das Entsorgungsunternehmen bei der Beseitigung der nunmehr eingedämmten Ölmengen zu unterstützen. "Die im Kremsfluss eingebrachten Ölsperren bleiben im Kremsfluss, solange dies von der zuständigen Behörde für notwendig erachtet wird", gab die Feuerwehr bekannt.

Die Polizei ermittelt nun, wie es zu dieser Umweltverschmutzung kommen konnte.