Erstellt am 29. Dezember 2015, 04:03

von Udo Sagl

Parktarife: "Einspruch" der Arbeiterkammer. Die höheren Tarife in den grünen Zonen treffen vor allem die "Tagespendler". Ausnahmeregelungen sind noch offen.

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Dauerthema "Grüne Zonen": Die vor Weihnachten durchgezogene Verteuerung erregt weiterhin die Gemüter.

„Ich habe bereits bei Bürgermeister Resch deponiert, dass wir als Interessensvertretung der Arbeitnehmer die Erhöhung der Parkgebühren nicht goutieren“, erklärt Doris Schartner, Bezirksstellenleiterin der Arbeiterkammer Krems. „Tatsächlich trifft ja die Erhöhung hauptsächlich Beschäftigte, da Kundschaften der Geschäfte ihren Einkauf meist innerhalb von zwei Stunden erledigen können.“

In der Praxis kommen die neuen Tarife ziemlich teuer. Denn die Erhöhung der Tagesgebühr von zwei auf vier Euro bedeutet (umgerechnet auf eine Fünf-Tage-Woche), dass ein Pendler künftig (ab Februar 2016) mindestens 80 statt bisher 40 Euro pro Monat zahlen muss. „Bei niedrigen Einkommen, etwa beim Verkaufspersonal, spielt das eine ganz schön große Rolle“, kritisieren betroffene Arbeitnehmer.

An Lösung wird bereits gefeilt

Im Hintergrund laufen, wie berichtet, Gespräche über diverse Ausnahmeregelungen in Form von günstigeren Dauertarifen („Pickerl“) für „Tagespendler“. Für einen solchen Rabatt ist allerdings eine Änderung des Landesgesetzes notwendig, um die sich derzeit Stadtchef Reinhard Resch und sein Wiener Neustädter Amtskollege Klaus Schneeberger bemühen.