Erstellt am 20. Juli 2016, 02:42

Wieder Kündigungen bei Eybl: 50 betroffen?. Bald nur noch 100 Beschäftigte? Geschäftsführung hüllt sich auf NÖN-Anfrage (wieder einmal) in Schweigen.

Die Unternehmensgruppe Prevent lässt den Autozulieferer Eybl am Standort Krems weiter schrumpfen.  |  NOEN, Lechner

Die Firma Eybl, vor mehr als 100 Jahren als Teppichfabrik gegründet und in den vergangenen Jahrzehnten führend in der Produktion von Sitzbezügen für die Automobilindustrie, war einst ein Paradebetrieb der Stadt. Davon ist man mittlerweile – nicht zuletzt seit der Insolvenz 2008 und der Übernahme durch den deutsch-slowenischen Mitbewerber Prevent weit entfernt: Angeblich gibt es neuerlich eine Kündigungswelle, von der 50 bis 60 Mitarbeiter betroffen sein sollen.

„Angeblich“ deswegen, weil seitens der Unternehmensführung auf entsprechende NÖN-Anfragen nur die lapidare Rückantwort kam, „dass wir interne Personalangelegenheiten generell nicht kommentieren“.

Krammer: "Von Kündigungswelle haben wir auch gehört"

Damit blieben auch die anderen Fragen unbeantwortet, etwa ob Teile der Produktion ins Ausland verlagert werden oder gar eine komplette Schließung des Kremser-Eybl-Werkes zu befürchten ist.

„Auch die Stadt erhält keine Informationen, aber von dieser Kündigungswelle haben wir auch gehört“, erklärt Wirtschaftsstadrat Erwin Krammer. Die Zahl von 50 bis 60 Kündigungen wird auch aus Mitarbeiterkreisen bestätigt. Es soll aber einen Sozialplan geben.

Schrumpft Belegschaft auf 100 Mitarbeiter?

Werden die Kündigungen durchgezogen, so würde dies etwa ein Drittel der derzeitigen Belegschaft betreffen. Danach würden nur noch rund 100 Mitarbeiter beschäftigt sein.

Krammer verweist darauf, dass Eybl seit der Übernahme durch Prevent in den Produktionshallen, die von einer Gesellschaft des Landes verwaltet werden, nur mehr eingemietet ist. Bislang sei es gelungen, frei werdende Flächen großteils an andere Betriebe zu vermieten. Auch im Bürogebäude, das zum Biotec-Zentrum (BTZ) gehört, sind Fremdfirmen untergebracht.