Erstellt am 09. Dezember 2015, 18:13

von Petra Vock

Preis für „Federspiel“-Blasmusiker. Wenige Tage nach ihrem Sieg bei den „Austrian World Music Awards“ gibt „Federspiel“ ein Heimat-Konzert im Salzstadl.

Simon Zöchbauer (Herzogenburg), Philip Haas (Katzelsdorf am Wienerwald), Frédéric Alvarado-Dupuy (Wien), Ayac Jiménez-Salvador (Mautern), Matthias Werner (Krems-Stein), Thomas Winalek (Zellerndorf) und Roland Eitzinger (Straßwalchen, Salzburg; von links nach rechts).  |  NOEN, Maria Frodl
Sieg für „Federspiel“: Das 2004 in Krems gegründete junge Blasmusik-Ensemble überzeugte die Jury der „Austrian World Music Awards“ am Freitagabend mit seiner „souveränen Verbindung von Volksmusik und Weltoffenheit“ und setzte sich im ausverkauften Wiener Jazzclub „Porgy and Bess“ gegen die fünf anderen Finalisten (von insgesamt 120 Einreichungen) durch.

„Es war den ganzen Abend über eine sehr spannende Stimmung im Saal. Alle Gruppen waren sehr gut. Umso erfreulicher ist es, dass wir wirklich dann den ersten Preis gewinnen konnten“, erzählt Federspiel-Mitglied Matthias Werner aus Stein im Gespräch mit der NÖN.

„Weihnachtliche Eigenkompositionen“ angekündigt

Auch sonst hat sich 2015 bei Federspiel viel getan: „Wir haben an die 100 Konzerte im In- und Ausland gespielt“, berichtet Werner. „Wir waren zum Beispiel in Kanada und der Schweiz auf Tournee, auch relativ viel in Deutschland unterwegs und vereinzelt in anderen Ländern. Außerdem gab es wieder zwei Konzerte im Wiener Musikverein.“

Der Austrian World Music Award ist nicht der erste Preis in diesem Jahr: Im heurigen Jänner wurden Federspiel mit dem deutschen Musikpreis „Freiburger Leiter“ ausgezeichnet.

x  |  NOEN, Maria Frodl


Ein ganz besonderer Abend verspricht das „Heimspiel“ am Samstag, 12. Dezember, im Salzstadl zu werden:

„Es soll eher ruhig und gemütlich werden, wir versuchen ein bisschen eine Atmosphäre zu schaffen wie am 24. Dezember unterm Christbaum oder gemütlich im Wohnzimmer“, kündigt Matthias Werner an. „Wir werden unbekannte Weihnachtslieder neu arrangieren, und es wird auch ein paar weihnachtliche Eigenkompositionen geben.“

Vorfreude, aber auch Anspannung vor Heimspiel

Aus dem Bezirk Krems stammt neben Matthias Werner auch Bandmitglied Ayac Jiménez-Salvador: Er hat mexikanische Wurzeln, ist in Mautern aufgewachsen und hat genau wie Matthias Werner in Krems das BORG besucht.

Die beiden kennen sich praktisch aus der Sandkiste, und auf die Herkunft der weltoffenen Blasmusiker aus der Wachau nimmt auch der Bandname „Federspiel“ Bezug.

x  |  NOEN, Emée Soulcie


Trotz aller Konzerterfahrung, die Federspiel inzwischen haben, bleibe es etwas Besonderes, zu Hause in Krems zu spielen, verrät Matthias Werner. „Wenn Bekannte oder Familie zum Konzert kommen, ist die Anspannung größer, und gleichzeitig freut man sich sehr darauf. Es hängt nicht so sehr von der Größe des Konzertes ab, sondern davon, wer kommt“, lacht er.

Spannend verspricht auch das Jahr 2016 zu werden: „Fix ist, dass wir wieder viele Konzerte spielen werden und dass ein neues Musikvideo erscheinen wird“, kündigt Matthias Werner an. „Und eigentlich ist auch fix, dass 2016 ein neues Album kommen wird“, fügt er hinzu.
 
Das Federspiel-Konzert im Salzstadl (Steiner Donaulände 32) am Samstag, 12. Dezember, beginnt um 20 Uhr. Kartenreservierung: Tel. 02732/70 312. Infos zu Federspiel: www.feder-spiel.at.