Mautern an der Donau , Furth bei Göttweig , Bergern im Dunkelsteinerwald , Aggsbach , Rossatz-Arnsdorf

Erstellt am 22. April 2017, 06:20

von Franz Aschauer

Wachau-Südufer will Teil vom Touristen-Kuchen. Fünf Gemeinden wollen dem dominierenden Wachauer Nordufer Paroli bieten und ihre touristischen Angebote attraktivieren.

Die Burgruine Aggstein am südlichen Wachau-Ufer  |  Donau Niederösterreich/Steve Haider

Der Startschuss für das dreijährige Projekt „Kulturtouristische Entwicklung der Gemeinden am Südufer der Wachau“ ist gefallen. Die Koordination zwischen den fünf beteiligten Gemeinden Mautern, Furth, Bergern, Aggsbach und Rossatz-Arnsdorf übernimmt Martin Vogg, der bereits für das Projekt „Wachau2010plus“ verantwortlich war.

„Die andere Donauseite ist mittlerweile von Touristen überflutet“ Martin Vogg

„Ausgegangen ist die Idee von Bergern mit seinem Wallfahrtsmuseum in Maria Langegg, wo man den Betrieb auf gesunde Beine stellen wollte. Letztlich wurde aber schnell klar, dass das Thema sakrale Bauten für alle Gemeinden relevant ist“, schildert Vogg. Augenmerk soll außerdem auf Pilgerwege und die römische Vergangenheit der Region gelegt werden. Entwickelt werden soll auch eine gemeinsame Veranstaltung der „Südufergemeinden“, die allerdings noch nicht näher ausgearbeitet wurde.

Oberstes Ziel des Projekts ist, einen größeren Anteil der Wachau-Touristen für das Südufer zu gewinnen. „Es müssen einerseits Angebote geschaffen werden, die das Bereisen des Südufers spannend machen, andererseits die Qualitäten herausgestrichen werden, die bereits vorhanden sind“, erklärt Vogg, der sich auf die volle Unterstützung der Bürgermeister verlassen kann.

„Ich finde es sehr gut, dass dieses Projekt ins Leben gerufen wurde. Die andere Donauseite ist mittlerweile von Touristen überflutet, davon kann ein Teil sicher an das Südufer gelockt werden. Wir in Mautern wollen natürlich vor allem mit unserem römischen Bezug und dem Wein punkten“, erklärt Mauterns Bürgermeister Heinrich Brustbauer.

Für eine „Riesen-Chance“ hält die Further Bürgermeisterin Gudrun Berger das Süduferprojekt. „Bis dato wurden wir in die Strategie der Wachau nicht eingebunden, das ändert sich jetzt.“ In Furth soll vor allem die Einbindung in den Fahrplan der Wachau-Linien im Zentrum der Bemühungen stehen.